28. November 2007

Vorstellung der Google TV Ads

Vor ein paar Stun­den ver­öf­fent­lichte Google auf YouTube die “Vor­stel­lung der Google TV Ads”. Sieht mir ganz nach Wer­be­vi­deo aus:

Die ein­zi­gen inhalt­li­chen Aus­sa­gen beschrän­ken sich aller­dings auf die sekun­den­ge­naue Abrech­nung und nach den tat­säch­li­chen Impres­si­ons. Sel­ten so einen schlecht gemach­ten Spot gese­hen, Wer­be­pro­fis wür­den die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Ich frage mich ohne­hin, warum Google aus­ge­rech­net eine offi­zi­elle Beta so offen­siv bewirbt.
Mal davon abge­se­hen halte ich die Bot­schaft für frag­wür­dig bei einem nicht-rückkanalfähigen und rei­nem Konsum-Medium ohne funk­tio­nie­ren­des Response-Measurement.
Selbst Branchen-Primuse wie die GfK, bei­ßen sich daran die Zähne aus, und sind seit eh und je auf reprä­sen­ta­tive Zah­len von (frei­wil­li­gen) Test-Haushalten mit spe­zi­ell aus­ge­stat­te­ter Tech­no­lo­gie angewiesen.

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26. November 2007

Matt Cutts erklärt die Google-Snippets

In einem Video für den Web­mas­ter Cen­tral Blog erläu­tert Googles Webspam-Chef Matt Cutts die Snip­pets in der Google Suche und wie sie entstehen:

Für erfah­re­nere SEOs sicher keine gro­ßen Neu­ig­kei­ten, für Ein­stei­ger und Fort­ge­schrit­tene jedoch fast schon Pflicht ;)
Aller­dings wird auch mit ein paar immer wie­der­keh­ren­den Gerüch­ten und Halb­wis­sen auf­ge­räumt, um ein paar der wich­tigs­ten Punkte zu nennen:

  • Key­words im Title sind wich­tig und soll­ten äußerst sinn­voll gewählt wer­den. Wie sucht der User, was für Begriffe ver­wen­det er?
  • Das Snip­pet dar­un­ter wird i. d. R. der Meta-Description ent­nom­men. Ist diese nicht vor­han­den, wird auf Text­aus­züge der Web­site selbst zurück­ge­grif­fen, manch­mal wer­den auch ver­schie­dene Text­stel­len mit­ein­an­der kom­bi­niert. Fin­det sich auch hier nichts, oder ist die Seite gerade nicht erreich­bar (!), ver­wen­det Google die Descrip­tion aus dem ODP.
  • Eine gute Descrip­tion erhöht die Klick­rate (und letzt­lich die Con­ver­sion), und sollte von daher wie ein guter Wer­be­text mit Bedacht ver­faßt werden.
  • Für Ergeb­nisse mit einer “Plus­box” für Google Maps wer­den Adres­sen auf der Web­site selbst auto­ma­tisch erfasst und ausgewertet.
  • Das “Bol­ding” oder “High­light­ing” der Such­an­frage ist ledig­lich eine sim­ple Visua­li­sie­rung für den User, um ihm die Rele­vanz des Such­er­geb­nis­ses zu ver­deut­li­chen (was zwar schon immer logisch war, aber Fra­gen hierzu immer wie­der gerne auftauchen).
  • Ergeb­nisse mit Site­l­inks wer­den aus­schließ­lich algo­rith­misch gene­riert, kein AdWords-Budget, kein hän­di­sches Ein­grei­fen, auch wenn dies ein paar Unver­bes­ser­li­che sicher­lich immer noch nicht wahr­ha­ben wol­len. Inter­es­sant, daß Google hier offen­bar auch die Texte der Site­l­inks ggf. anpasst.

Wie gesagt, keine wirk­li­chen Neu­ig­kei­ten, aber eine gute Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Punkte zum Thema Google-Snippets. Lei­der ist die Ton­qua­li­tät stel­len­weise etwas schlecht :(

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25. November 2007

24/7 — Der Wochenrückblick (KW 47/07)

Eine wei­tere Online-Woche geht so zu Ende, wie sie begon­nen hat — unspek­ta­ku­lär. Die Besinn­lich­keit der Vor­weih­nachts­zeit legt sich wohl all­mäh­lich übers Land. Trotz der nahezu über­all umsatz­stärks­ten Jah­res­zeit. Natür­lich, wie immer gibt’s auch ein paar durch­aus nen­nens­werte Neuigkeiten:

  • AOL launcht — nach dem Vor­bild der AdSense Video Units für YouTube — nun das eigene For­mat Video Ticker Ads:
    AOL Video Ticker Ads
    So ganz mit Content-Sensitive scheint’s ja noch nicht zu klap­pen…
    Die Google-Variante wird künf­tig auch in UK, Irland und Kanada ver­füg­bar sein.
  • Das Rezepte-Portal chefkoch.de wird vom Ver­lags­haus Gru­ner + Jahr über­nom­men. Angeb­lich für über 8 Mil­lio­nen €. Wenn ich’s nicht bes­ser ahnen wis­sen würde, würde ich glatt den­ken, daß die Zeit der Seifenblasen-Aquisitionen eine Kehrt­wende erlebt, chefkoch.de ist eine natür­lich gewach­sene Com­mu­nity mit ca. 300.000 Usern und bereits seit 9 Jah­ren am Markt. Also ein gestan­de­nes Unter­neh­men mit schwar­zen Zah­len. Wenn ich denke, was da den Web 2.0 Phan­tas­ten an Dol­lars in den Hin­tern gebla­sen wird…
  • Weni­ger als 1% — was in Google-Größenordnungen den­noch beacht­lich ist — nutzt den “I’m Fee­ling Lucky” bzw. “Auf gut Glück” But­ton auf der Google-Startseite. Die­ser But­ton ist nur über Maus­klick oder Tab­stop­ping erreich­bar, und führt direkt zum ers­ten Ergeb­nis der getä­tig­ten Such­an­frage. Könnte natür­lich inter­es­sant sein hier auf wenig umkämpfte Begriffe zu opti­mie­ren, wie z. B. auch Ver­tip­per oder Wikipedia-Artikel die (noch) nicht existieren.
  • In Deutsch­land gehen nach San Fran­cisco jetzt auch die Lich­ter aus. Nein, nicht weil in 9 Mona­ten die Ren­ten knapp wer­den, die übli­chen Ver­däch­ti­gen wie WWF, BUND, BILD, Pro­Sie­ben und natür­lich auch Google fol­gen dem Auf­ruf von Green­peace und wol­len am 8. Dezem­ber um 20.00 Uhr für 5 Minu­ten unser Klima schüt­zen. Super Idee. Für diese Aktion wer­den mit Sicher­heit Wer­be­ma­te­ria­lien gedruckt, Multimedia-Beiträge pro­du­ziert, und Ener­gie für die Auf­wärm­pha­sen sämt­li­cher Glüh­bir­nen ver­ur­sacht. Die Umwelt-Bilanz würde mich mal interessieren…
  • Dafür kann man das Coca-Cola-Maskottchen Santa Clause bei Google-Earth garan­tiert schad­stoff­frei verfolgen.
  • Die Google Custom Search wird Deutsch und spricht ab sofort noch 38 wei­tere Sprachen.
  • Fürs nächste Jahr dürfte sich v. A. der Googler-Nachwuchs freuen — in Moun­tain View ist ein neuer, rie­si­ger “Kin­der­plex” geplant. Auf gerade mal 80 Kin­der sol­len satte 25 Mit­ar­bei­ter kom­men. Wenn ich da an deut­sche Ver­hält­nisse denke…
  • Viel­leicht hofft man, daß die Fili­usse eines Tages das “face­book pro­blem” lösen können.
  • Ein El Dorado für Män­ner eigent­lich, ins­be­son­dere der deut­sche Frau­en­an­teil dort beläuft sich auf gute 2/3.
  • Obwohl’s eigent­lich gerade rich­tig gut läuft — Google stei­gert sei­nen Markt­an­teil wei­ter­hin auf mitt­ler­weile 58,5%, und im wich­ti­gen US-Markt noch auf 6 wei­tere Pro­zent mehr.
  • Auch “Down Under” wer­den wohl schon bald die Streets geviewet — aller­dings mit Ein­schrän­kun­gen, die das eigene Per­sön­lich­keits­recht betreffen.
  • Von der Mas­seu­rin zur Mil­lio­nä­rin — Wahn­sinn :)

Die AdWords-Anzeige der Woche ist für mich zwei­fels­ohne diese hier für das Key­word “Key­word”:
Keyword gesucht?
Ging ja durch die Bran­che. Zunächst tippte ich auf die Buchung von Ver­tip­pern für Ken­wood o. Ä., aller­dings konnte ich nichts der­glei­chen auf der Ziel­seite für LCD-Fernseher fin­den.
Iro­ni­scher­weise gewann aus­ge­rech­net die ver­ant­wort­li­che Agen­tur jüngst einen (Fake-)Preis für diese Kam­pa­gne, lus­ti­ger­weise im Zusam­men­hang mit Longtail-Keywording…

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21. November 2007

Die AdSense-Heuchelei

Wie bereits erwähnt, wollte ich mich noch etwas näher mit den jüngs­ten Ände­run­gen im Google AdSense Pro­gramm befassen.

Google geht nun also her, und wer­tet — anstatt wie bis­her — sämt­li­che Klicks auf die Wer­be­flä­che, nur noch sol­che auf den Title und die Adresse inner­halb einer Anzeige. Um “ungül­tige” und “ver­se­hent­li­che” Klicks zu ver­mei­den, wie es heißt.

“Ver­se­hent­lich” ist ja noch ein­deu­ti­ges Voka­bu­lar. Es geht darum, daß Klicks nicht dadurch ent­ste­hen, daß der User “aus Ver­se­hen” irgendwo auf die Bild­schirm­flä­che klickt, und die­ser Bereich gerade zufäl­lig eine AdSense-Anzeige ist, bzw. fin­dige Publis­her nahe der Anzeige Ele­mente wie z. B. Bil­der, Online-Games oder Navi­ga­ti­ons­be­rei­che plat­zie­ren, die gemein­hin zu einem Klick anni­mie­ren. Es soll auch User geben, die instink­tiv kli­cken, sobald sich der Maus­zei­ger in eine Hand ver­wan­delt. Nun gut, Mün­dig­keit geht nicht immer mit Intel­li­genz ein­her. Das ist das gesell­schaft­li­che Risiko.

Was “gül­tig” und was “ungül­tig” ist, bestimmt meist der, der die Regeln auf­stellt. In die­sem Falle also Google. In einem funk­tio­nie­ren­den Wett­be­werb erfor­dern sol­che ein­schnei­den­den Regel­än­de­run­gen Über­zeu­gungs­ar­beit, Kom­mu­ni­ka­tion, Pre-Tests, Post-Tests, Nach­bes­se­run­gen, Kom­pro­misse und sind fast immer mit nicht uner­heb­li­chen Kos­ten für inten­sive PR-Arbeit und oft auch mit Umsatz­ein­bu­ßen ver­bun­den.
Google hat die Regeln eben ein­fach mal so geän­dert. Hugh, der Häupt­ling hat gespro­chen, und die India­ner sin­gen sein Lied. Die India­ner die das Feu­er­was­ser brin­gen, und die India­ner die das­selbe sau­fen kon­sum­mie­ren gleichermaßen.

Und auch die Alpha-, Beta– und Gamma-Blogger die­ser unse­ren Online-Marketing-Welt bei­ßen nicht die Hand, die sie mit­un­ter füt­tert. Wenn das Blut im Magen ist, fehlt es eben im Gehirn.
Schließ­lich tut Google end­lich was, um den Traf­fic aus dem Wer­be­netz­werk zu ver­bes­sern, und wer das kri­ti­siert, kann natür­lich nur zur Gat­tung der Spam­mer gehö­ren. “With us or with the ter­ro­rists ähhh spammers”…

Doch wer hat es erst ermög­licht, Wer­be­ban­ner der­art naht­los in den eige­nen Con­tent zu inte­grie­ren, daß sich diese — ganz im Gegen­satz zu den übli­chen Auf­la­gen, die für sämt­li­che ande­ren Medien (auch Online) gel­ten — sich nicht mehr ein­deu­tig vom redak­tio­nel­len Teil abhe­ben? Wer erlaubt es denn, daß sogar Rah­men– und Hin­ter­grund­farbe der Anzei­gen mit der Hin­ter­grund­farbe des Wer­be­me­di­ums iden­tisch sein kön­nen, ohne sich wenigs­tens mit ein­fachs­ten gra­fi­schen Mit­teln davon abzu­he­ben? Wer tole­riert denn immer noch Sei­ten, die aus­schließ­lich für Klick­outs auf AdSense-Anzeigen gemacht wur­den, und sogar soge­nann­tes “Blen­ding” in nicht uner­heb­li­chem Aus­maß? Wer gestat­tet es denn, daß nach ein­ma­li­ger Anmel­dung, Wer­be­mit­tel auf sämt­li­chen Web­sei­ten unge­prüft ein­ge­setzt wer­den dür­fen, sogar auf Domains, die es aus Qua­li­täts­grün­den nicht­mal in den orga­ni­schen Google-Index schaffen?

Frei­lich, die Gefahr durch Miß­brauch sei­nen Account auf Lebens­zeit zu ver­lie­ren ist vor­han­den, doch die Gül­le­gru­ben des Webs dür­fen ihren Fäkal-Content wei­ter­hin mit AdSense-Werbebotschaften berei­chern (was in die­sem Falle sogar im Sinne des Wor­tes stimmt). Da bin selbst ich froh, wenn ich ich die­ses Prekariats-Entertainment durch einen schnel­len AdSense-Klick ver­las­sen darf. Und wenn ich selbst die Anzei­gen dafür bezah­len müsste.

Wel­chem Ver­mark­ter würde man denn Serio­si­tät sug­ge­rie­ren, wenn die­ser es erlaubt, Anzei­gen unge­prüft und unkon­trol­liert auf jeder erdenk­li­chen Web­site zu inte­grie­ren, und diese auch noch ver­gü­tet? Wel­chem Ver­mark­ter würde man denn seine Kam­pa­gnen anver­trauen, ohne ein Min­dest­maß an Kon­trolle und Qua­li­täts­si­che­rung zu haben?

Das Übel wird mal wie­der nicht bei den Wur­zeln gepackt, der Buchs­baum wird ein­fach zurecht geschnit­ten. Schließ­lich will man ver­kau­fen und nicht gärtnern.

Aber was ist das Resul­tat? Die Anzei­gen haben letzt­lich noch stär­ker den Cha­rak­ter “ech­ter” Inhalte. Das Unter­stri­chene (also der Title) und die Web-Adresse sind Klick­bar, Text erscheint wie Text, Hin­ter­grund wie Hin­ter­grund. Die Tar­nung wurde per­fek­tio­niert anstatt ent­schärft. Ledig­lich die Sta­tus­zeile des Brow­sers wird noch nicht mani­pu­liert. Selbst erfah­re­nere User dürf­ten so ihre Pro­bleme haben, diese Anzei­gen als sol­che zu erken­nen.
Im Übri­gen schreibt Google den Web­mas­tern vor, ver­gleich­bare (klas­si­sche) Text­an­zei­gen ein­deu­tig als sol­che zu kenn­zeich­nen, zu über­schrei­ben, und mit einem selbst erfun­de­nen Attri­but zu ver­se­hen und zu ent­wer­ten. Man­che sind eben gleicher…

Aus eige­ner Erfah­rung muß ich berich­ten, daß sich die Klick­rate seit der Ein­füh­rung merk­bar erhöht hat, auch andere Mei­nun­gen bestä­ti­gen dies, auch wenn es natür­lich gegen­tei­lige Erfah­rungs­be­richte gibt. Dies bestä­tigt mich nur noch mehr darin, daß Google mit die­ser Ein­füh­rung nicht etwa im Sinne der eige­nen Kunschaft han­delt, son­dern viel­mehr die Zahl unbe­ab­sich­tig­ter Klicks erhö­hen möchte, indem die Anzei­gen noch stär­ker getarnt wer­den.
Erfah­run­gen dürfte man ja mit ähnli­chen Ände­run­gen bei den AdWords-Anzeigen im Such­be­reich haben.
Inter­es­san­ter­weise hat sich bei mir auch der durch­schnitt­li­che Klick­preis erhöht. Mög­li­cher­weise weil sich tat­säch­lich auch die Qua­li­tät der Klicks erhöht hat, weil der User genauer hin­se­hen muß, und so nicht unbe­dingt auf Anzei­gen von Betrei­bern klickt, die den Duden von A-Z ein­bu­chen…
Als Argu­ment taugt mir das den­noch nicht, selbst wenn ich unterm Strich finan­zi­ell sogar davon pro­fi­tiere. Zumin­dest als Publis­her.
Natür­lich sind diese Erfah­rung nicht reprä­sen­ta­tiv, von daher wäre es schön, wenn sich einige an den Umfra­gen unten betei­li­gen wür­den, um zumin­dest einen bes­se­ren Ein­druck gewin­nen zu können.

Aber ich möchte noch einen klei­nen Aus­flug machen. Einen Aus­flug in die Zeit vor AdSense, ja sogar in die dunkle Zeit vor Google.
Es war ein­mal eine Zeit, da gab es tat­säch­lich schon Wer­bung im Inter­net. Ja, wirk­lich! Man konnte diese direkt oder über einen Ver­mark­ter buchen, und meist han­delte es sich dabei um soge­nannte Ban­ner oder um die heute ach so ver­teu­felte Textlink-Werbung. Nicht­mal den Page­Rank gab es damals. Unglaub­lich, nicht? Und man mag es kaum glau­ben, es gibt auch heute noch andere Ver­mark­ter als Google.

Seit jeher wer­den dort Ver­mark­tungs­mo­delle ver­ein­bart. Diese hän­gen fast immer ab von

  • Wer­be­for­mat (Standard-Banner, Pop-Up, Layer-Ad, usw.)
  • Ver­gü­tungs­mo­dell (Klick, TKP, Umsatz­be­tei­li­gung, usw.)

Neh­men wir zum bes­se­ren und ein­fa­che­ren Ver­gleich ein­fach einen klas­si­schen Standard-Banner (468 x 60 Pixel), und eine Ver­gü­tung auf Cost-per-Click-Basis:

Beim her­kömm­li­chen Ver­mark­ter ver­miete ich eine bestimmte Flä­che mei­ner Web­site, näm­lich exakt 28.080 Pixel. Für jeden Klick auf eines die­ser Pixel bekomme ich einen vor­her ver­ein­bar­ten Betrag. Auch die Lauf­zeit ist geklärt, und ich habe mehr oder weni­ger Ein­fluss auf die Anzei­gen die erschei­nen. Somit sind die Ver­hält­nisse klar, und der Umsatz bleibt kalkulierbar.

Bei Google AdSense ver­miete ich auch eine bestimmte Flä­che mei­ner Web­site. Der Klick­preis ist nicht fest, und ich habe deut­lich weni­ger Kon­trolle über die Anzei­gen, die erschei­nen. Die Lauf­zeit ist zwar i. d. R. unbe­grenzt, aber ich erfahre nicht ein­mal nach wel­chem Ver­gü­tungs­mo­dell ich bezahlt werde (z. B. Google Pla­ce­ment Tar­ge­ting). Dafür erlaubt die Google-Technik eine meist the­men­re­le­van­tere, und somit inter­es­san­tere Aus­wahl der aus­ge­lie­fer­ten Anzei­gen, was wie­derum die Klick­rate erhö­hen dürfte. Da aller­dings oft auch eine Art Rest­plätze aus­ge­lie­fert wird, muß das nicht immer einen bes­se­ren Umsatz ver­laut­ba­ren.
Der wesent­li­che Unter­schied aller­dings ist jedoch:
Wäh­rend ich zuvor für die volle Wer­be­flä­che bezahlt wurde, besteht jetzt die Mög­lich­keit zwar voll­flä­chig eine Wer­be­bot­schaft ein­zu­blen­den, aber nur für einen Bruch­teil die­ser Bot­schaft bezah­len zu müs­sen. Als Publis­her ver­liere ich aber den­noch die volle Fläche.

In bei­den Fäl­len ist es im Inter­esse des Anbie­ters die Klick­rate zu erhö­hen. Der klas­si­sche Ver­mark­ter tut dies i. d. R. durch die Erhö­hung der Qua­li­tät der Wer­be­mit­tel, Google scheint eher auf Irre­füh­rung zu setzn.

Man stelle sich mal vor, eine Zei­tungs­an­zeige zu buchen, aber nur für das Logo, den Claim und die abge­druckte Web­adresse bezah­len zu wol­len. Der Rest dient ja schließ­lich nur zur Erre­gung der Auf­merk­sam­keit und der Ver­mitt­lung der Wer­be­bot­schaft, die poten­ti­el­len Kun­den kom­men aber nur über besagte Ele­mente.
Ver­gleich­bar auch mit einem Web-Banner mit Klick­auf­for­de­rung, das zwar die kom­plette Wer­be­flä­che belegt, aber nur für die Klick­auf­for­de­rung bezah­len will.

Ein Para­dies für Branding-Anzeigen.

Hier ist gar nichts fair oder qua­li­täts­ori­en­tiert. Den Publis­hern wird Wer­be­flä­che gestoh­len, und die AdWords-Kunden wer­den noch viel mehr damit leben müs­sen, daß User auf ihre Anzei­gen kli­cken, weil sie sie für “echte” redak­tio­nelle Links hal­ten, gleich­wohl die Qua­li­tät der Crea­ti­ves an Bedeu­tung gewin­nen wird.

Lei­der wird immer noch viel zu wenig hin­ter­fragt in die­sem unse­rem Medium.

Ich würde euch nun darum bit­ten, an nach­fol­gen­den Umfra­gen teil­zu­neh­men. Diese sind anonym, und sol­len ledig­lich einen klei­nen Ein­blick in das Aus­maß der Ver­än­de­run­gen geben.

Ein paar Fra­gen haupt­säch­lich an AdSense-Publisher:

Wie hat sich deine Klick­rate seit Ein­füh­rung ver­än­dert?
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Wie hat sich der durchschnittliche Klickpreis seit Einführung verändert?
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Ich integriere AdSense meist
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Und Eine haupt­säch­lich an AdWords-Kunden:

Wie hat sich die Qua­li­tät des Werbenetzwerk-Traffics seit Ein­füh­rung ver­än­dert?
<a href=”/2007/11/?dem_action=view&dem_poll_id=5′ onclick=‘return dem_getVotes(“http://www.sumaphil.de/wp-content/plugins/democracy/democracy.php?dem_action=view&dem_poll_id=5″ , this)’ rel=‘nofollow’ class=‘dem-vote-link’>View Results

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18. November 2007

24/7 — Der Wochenrückblick (KW 46/07)

Diese Woche wie­der ein ganz nor­ma­ler Rück­blick auf die Welt der Suchmaschinen:

  • Nach Google und Yahoo gibt’s jetzt auch bei Micro­soft Web­mas­ter Tools.
  • Bei AdSense-Anzeigen wer­den ab sofort nur noch Klicks auf den Title und die URL gewer­tet:
    Neues AdSense-Format
    Ich werde die Tage noch etwas mehr dazu schrei­ben, ich denke das würde den Rah­men hier sprengen.
  • Der­wei­len ver­läßt mal wie­der ein wich­ti­ger Goog­ler das Unter­neh­men — Der “AdSense-Godfather” Gokul Rajaram.
  • Ein hei­ßes Gerücht besagt, daß Wikipedia-Gründer Jimmy Wales mög­li­cher­weise nicht (mehr) an einer eige­nen Such­ma­schine bas­telst, son­dern viel­mehr ein eige­nes Social Net­work pla­nen könnte.
  • Google ist hin­ter ver­schlos­se­nen Türen offen­bar in Ver­hand­lun­gen mit Simon Ful­ler, dem Erfin­der von Pop Idol und Ent­de­cker der Spice Girls. Also prak­tisch dem bri­ti­schen Die­ter Boh­len — nur zivi­li­siert und erfolg­reich. Geht natür­lich ganz klar in die Entertainment-Schiene, als Por­tal dafür könnte YouTube die­nen. Freuen wir uns also auf talent­freie Datenmüll-Castings Marke Google.
  • Dazu könnte natür­lich die Ankün­di­gung von Steve Chen, auf YouTube bald auch hoch­auf­lö­sende Videos anbie­ten zu wol­len, pas­sen. Somit wür­den uns poten­ti­elle Casting-Kandidaten nicht nur mit ihrem nicht vor­han­de­nen Talent, son­dern auch mit Pickel-Großaufnahme und Speckfalten-Closeup quä­len ver­zau­bern dürfen.
  • Jeden­falls wurde das deut­sche YouTube in die­ser Woche offen­bar pro­mi­nent auf der deut­schen Google-Startseite pro­mo­tet. Ich konnte das aller­dings bis­lang nicht reproduzieren.
  • Viel­leicht gibt uns aber auch bald eine Google-Suche über unsere eigene DNA Auf­schluß über unsere ver­bor­ge­nen Talente. Jeden­falls star­tet mor­gen der Genetik-Service 23andme. Für (offen­bar unglaub­lich güns­tige) 999 US-$ kann man eine Probe der eige­nen DNA ein­sen­den, und erhält einen kom­plet­ten Scan des eige­nen Erb­guts z. B. auf Krank­hei­ten, inkl. Updates.
    Doch was hat das Ganze mit Google zu tun? Eigent­lich nicht viel, abge­se­hen von der Klei­nig­keit, daß die Grün­de­rin Anne Woj­ci­cki mit Ser­gey Brin das Ehe­bett teilt, und Google (nicht Ser­gey pri­vat) mit schlap­pen 3,9 Mil­lio­nen Dol­lar an der Firma betei­ligt ist.
    Wel­ches Inter­esse hat Google also an einem Genetik-Unternehmen? Paßt eigent­lich gar nicht zu den bis­her bear­bei­te­ten Geschäfts­fel­dern — abge­se­hen von Google Health.
    So lang­sam beängs­ti­gen mich sol­che Google-Engagements. Lus­tig auch der Name “23andme”. Wahr­schein­lich bezie­hen diese sich auf die 23 Chromosomen-Paare die jeder Mensch in sich trägt, unter Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern steht die 23 gern aber auch für die “Illu­mi­na­ten”. “Die Illu­mi­na­ten und ich” — was ein Titel…
  • Bei Google Check­out wer­den für Spen­den an nicht-gewinnorientierte Orga­ni­sa­tio­nen künf­tig keine Gebüh­ren fäl­lig. Eigent­lich an sich eben­falls rela­tiv unspek­ta­ku­lär, jedoch ein m. E. genia­ler Schach­zug. Wie bereits der Google­Watch­Blog bemerkte, könn­ten Por­tale wie Wiki­pe­dia dazu über­ge­hen, von Pay­Pal auf Google Check­out umzu­stei­gen, was auf­grund der hohen Reich­wei­ten natür­lich einen gro­ßen Wer­be­ef­fekt für das dahindüm­pelnde Bezahl­sys­tem hätte.
  • Für Android steht die SDK nun zum Down­load bereit. Für die Ent­wick­lung von Android-Software wurde zudem ein Wett­be­werb mit ins­ge­samt 10 Mil­lio­nen $ Preis­gel­dern ausgelobt.
  • In den USA zeich­net sich offen­bar ein Umschich­tungs­trend der Media­bud­gets zuguns­ten der Online-Werbung ab. Für mich eigent­lich die logi­sche Kon­se­quenz, nach­dem das Web mitt­ler­weile einen nicht uner­heb­li­chen Anteil am täg­li­chen Medi­en­kon­sum hat, und des­we­gen allein die Bud­gets ja nicht erhöht wer­den. Die klas­si­schen Wer­be­agen­tu­ren in Deutsch­land wer­den sich also warm anzie­hen müs­sen, die­ses Thema ist dort noch vielzu oft deut­lich unter­re­prä­sen­tiert. Alles was auch nur irgend­wie nach Inter­net aus­sieht, wird dort meist out­ge­sourct oder von Partner-Agenturen realisiert.
  • Echte Pro­bleme könnte Google eine Patent­klage der Northeas­tern Uni­ver­sity und des Unter­neh­mens Jarg berei­ten. Das Patent 5,694,593 wurde bereits 1997 vor Google-Gründung ein­ge­reicht, und behan­delt die Ver­tei­lung von Daten­bank­ab­fra­gen auf meh­rere Rechner.
  • Es gibt (mal wie­der) Neues zum PageRank-Hickhack. Auch Paid-Blogger wur­den inzwi­schen im PR abge­straft.
  • Der Yahoo Site Explo­rer zeigt offen­bar weni­ger Links und Sei­ten im Index an.
  • Auch beim 301-Handling schlägt Yahoo einen ande­ren Weg ein. Künf­tig könnte auch trotz Redi­rect die wei­ter­ge­lei­tete URL ange­zeigt wer­den, sofern diese eine ent­spre­chende “Aut­ho­ri­tät” besitzt.
  • affili­net bie­tet jetzt als ers­tes deut­sches Netz­werk auch Live-Statistiken.

Und die­ses Game hat mich die Woche von fast jeg­li­cher Pro­duk­ti­vi­tät abge­hal­ten :D :

  • Bloons Tower Defense 2, dem Nach­fol­ger vom Kult-Online-Game Bloons Tower Defense. Und als wasch­ech­ter Tower Defen­der begnüge ich mich natür­lich nicht mit dem rei­nen Durch­spie­len, son­dern der Reiz ist natür­lich das Durch­spie­len mit allen Leben, was dann so aus­sieht:
    Bloons Tower Defense 2 - Bronze Bloons Tower Defense 2 - Silver Bloons Tower Defense 2 - Gold

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16. November 2007

Live Search Uli Hoeneß Tools

Micro­soft und der FC Bay­ern haben eines gemein­sam — Sie brau­chen Google nicht, und trotz­dem wer­den sie’s nicht ver­hin­dern. Und beide machen sich hin und wie­der zum evo­lu­tio­nä­ren Vor­gän­ger des Homo sapi­ens sapiens:

Was dem Rekord­meis­ter nicht gelin­gen mag, näm­lich allein mit Millionen-Investitionen die Stim­mung inner­halb der Ziel­gruppe zu ver­bes­sern, das gelingt schein­bar auch Software-Primus Micro­soft nicht im Such­ma­schi­nen­markt. Beide haben offen­bar noch nicht erkannt, daß Push-Marketing alleine heute nicht mehr funktioniert.

Doch was hat das Ganze mit Live Search zu tun? Nun, unab­hän­gig vom nur mäßig erfolg­rei­chen Anteil im Such­ma­schi­nen­markt all­ge­mein, hat Micro­soft bis­lang so gut wie keine Anstren­gun­gen im Webmaster-Marketing unter­nom­men. Was Google bereits sehr früh erkannte, hat der Wett­be­werb viel zu lange sträf­lich ver­nach­läs­sigt, näm­lich die Rolle der Web­mas­ter im Busi­ness. Was anfangs ein heute eigent­lich harm­lo­ses Such­feld war, sind inzwi­schen z. T. inter­es­sante und umfang­rei­che Tools, die wei­ter­hin dafür sor­gen, daß sich Web­mas­ter haupt­säch­lich um eine Such­ma­schine küm­mern — näm­lich Google.

Diese sind zwar nicht allein­ver­ant­wort­lich für die Markt­prä­senz, sie hel­fen jedoch zumin­dest ein wenig dabei, daß sich diese nicht unbe­dingt ver­schlech­tert. Letzt­lich sind auch Web­mas­ter User, häu­fig erfah­rene Power-User, die zudem bereit sind, Google zahl­rei­che per­sön­li­che Infor­ma­tio­nen bereit­zu­stel­len, mit denen sich widerum arbei­ten läßt.

Aber zurück zum eigent­li­chen Thema. Wie Micro­soft bereits vor 3 Wochen ankün­digte, sol­len nun auch für Live Search Web­mas­ter Tools erschei­nen. Barry Schwartz wurde dazu ja bereits vorab ein­ge­la­den, und pos­tete schon­mal ein paar Screen­shots. Die Beta ist nun schein­bar öffent­lich zugäng­lich und erreich­bar unter der Sub­do­main webmaster.live.com.

Zunächst ver­langt Micro­soft, sich ein­zu­log­gen, um die Tools nut­zen zu kön­nen. Dies geschieht über eine soge­nannte “Win­dows Live ID”.
Was das Ganze mit Win­dows zu tun haben soll, ist mir nicht ganz klar, wenigs­tens wird erklärt, daß man hier­für einen MSN-Login ver­wen­den kann, wie z. B. eine Hotmail-E-Mail-Adresse:

Live Search Webmaster Tools - Anmeldung

Die Anmel­dung ver­läuft über­ra­schend unkom­pli­ziert (sofern man ein ent­spre­chen­des Konto hat), die anschlie­ßende Ober­flä­che ist — im Gegen­satz zur Anmel­dung — in eng­li­scher Sprache:

Live Search Webmaster Tools - Add a website

Nun gut, kann man ver­nach­läs­si­gen, immer­hin han­delt es sich um eine Beta-Version.
Also bin ich her­ge­gan­gen, und wollte test­weise für ein Pro­jekt die Domain, Sitemap-URL und Webmaster-E-Mail-Adresse für den “coo­len” monat­li­chen News­let­ter. Wie von Google und Yahoo bekannt, kann man zur Aut­ho­ri­sie­rungs­prü­fung wäh­len zwi­schen einer Datei (im Falle von Live eine XML-Datei) und einem Meta-Tag.
Doch was passiert?

Live Search Webmaster Tools - Sorry, something went wrong.

Egal wel­che Prü­fungs­me­thode gewählt wurde, es erscheint eine Feh­ler­mel­dung. Super, erin­nert mich das doch allzu sehr an den Relaunch von MSN Video.
Eigent­lich war ich schon kurz davor ein­fach wie­der weg­zu­kli­cken. Doch dann dachte ich mir, wenigs­tens die rela­tiv unin­ter­es­sante Vali­die­rung des robots.txt-Files zu tes­ten.
Ups, wie­der eine Fehlermeldung:

Live Search Webmaster Tools - robots.txt Validator

Zunächst ein­mal liebe Red­mon­der: die ver­mut­lich gemeinte Datei nennt sich robots.txt. Buch­sta­ben wer­den in der Sesam­straße zuhauf recht kos­ten­güns­tig ver­kauft. Aber pssst, nicht wei­ter­sa­gen ;)
Die erste Feh­ler­mel­dung ver­laut­bart, daß das erste “Tag” “user-agent” sein sollte.
Ich weiß nicht wie das in Washing­ton gese­hen wird, aber nach mei­nem Informatik-Verständnis ste­hen in der robots.txt keine “Tags”, die nor­ma­ler­weise inner­halb spit­zer Klam­mern ste­hen, und geöff­net und geschlos­sen wer­den, son­dern ganz sim­ple Befehle oder Anwei­sun­gen.
Und auch die Bean­stan­dung, daß die robots.txt mit “user-agent” begin­nen sollte — die ein­ge­tra­gene Datei beginnt mit “User-agent”. Also zumin­dest eine Tole­ranz bei Groß– und Klein­schrei­bung sollte bei einer Beta-Version zu erwar­ten sein.
Mal davon abge­se­hen, daß aus­ge­rech­net expli­zit auf den Stan­dard bei robotstxt.org ver­wie­sen wird, aus­ge­rech­net Die­sem ent­spricht das Beispiel-File zu 100%, inklu­sive groß­ge­schrie­be­nem “U”.
Was dem Stan­dard nicht ent­spricht, und trotz­dem bean­stan­det wird, ist das “Tag” oder bes­ser gesagt der Hin­weis auf eine ent­spre­chende Suchmaschinen-Sitemap. Doch selbst die­ser ist vor­han­den — mit groß­ge­schrie­be­nem “S”, was aus­ge­rech­net der von Micro­soft mit unter­stütz­ten Anwei­sung entspricht.

Sorry Micro­soft, aber damit habt ihr euch mal wie­der selbst dis­qua­li­fi­ziert. Solch eine Beta zu ver­öf­fent­li­chen ist m. E. nicht nur pein­lich, son­dern dreist. Die Funk­tio­na­li­tät ent­spricht nicht­mal einer Omega. Wer immer die Ver­öf­fent­li­chung abge­seg­net hat — er konnte den Ent­wick­ler schein­bar gut lei­den und ver­fehlte selbst jeg­li­che fach­li­che Kom­pe­tenz. Viel­leicht lie­fert ihr mir künf­tig noch echte Argu­mente, warum ich die­ses Tool tat­säch­lich nut­zen soll.

Und da wären wir wie­der bei Uli Hoeneß. Ohne Ver­ständ­nis wie die Ziel­gruppe tickt, und was sie erwar­tet, wer­den auch die größ­ten Marketing-Maßnahmen ver­sa­gen. “Web­mas­ter sind ein kri­ti­scher Teil unse­res Erfolgs” laut Eytan Seid­man, “kri­tisch” würde ich unterstreichen…

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11. November 2007

24/7 — Der Wochenrückblick (KW 45/07)

So, inspi­riert von der ers­ten Prunk­sit­zung, geht’s an den übli­chen Wochen­rück­blick, die­ses Mal mit einer etwas när­ri­schen Note: :)

Die­sem Hoax sind schon erle­gen,
Blog­ger die sonst gar verlegen:

  • Matt Cutts als neue Action-Figur,
    mit Pho­to­shop — Bild­be­ar­bei­tung pur:
    Matt Cutts Action Figur

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Blog-Karneval-Auflösung: Buzzword-Bingo

Aus einer lau­ni­schen Laune her­aus, habe ich zum Blog-Karneval Buzzword-Bingo auf­ge­ru­fen. Die Reson­nanz war mäßig, hat mich aber trotz­dem gefreut.

Die Vor­schläge von mir waren:

  • Abstra­fung
  • PageRank-Update
  • mod_rewrite

Eli hat ihren Bei­spie­len gleich ein paar nette Kom­men­tare hinzugefügt:

  • Long-Tail
  • Folk­s­o­nomy
  • Web 2.0 (der Begriff stammt übri­gens von Tim O’Reilly)

Und last but not least — die Vor­schläge von KRiZZi:

  • Über­t­ack­ten
  • Social Book­mar­king
  • Pod­cast

Danke fürs Mit­ma­chen :)
Scheint wohl als ob gerade durch neue Trends im Web die Buz­zwords wie Pilze aus dem Boden schie­ßen.
Nach­dem die Aus­wahl jetzt ja ohne­hin nicht allzu groß ist, und ich mich drü­ber gefreut habe daß über­haupt jemand mit­ge­macht hat :D pack ich euch jetzt mal Beide in die Blo­grolle bis zum Rollmops-Essen am Aschermittwoch.

In die­sem Sinne — Helau! :D

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09. November 2007

Blogstöckchen: Weihnachten

Ute von missfitsbiz.de hat mir Eines zuge­wor­fen. Aus­ge­gan­gen ist’s von Chris­tian. Bay­nado nutzt das Ganze für nen net­ten Link­bait, und ganz ehr­lich, was wäre ich ohne das ulti­ma­tive Büro­spiel­zeug — einem Google Rubik Wür­fel :) End­lich wirre Algo­rith­men für meine wir­ren Gedan­ken :D

Es han­delt sich aller­dings um ein paar doch sehr per­sön­li­che Fra­gen, und von daher habe ich es mir schon gut über­legt, ob ich dar­auf ein­ge­hen soll. Wenn es um Fra­gen zum Thema geht, bin ich ja sonst für jede Schand­tat zu haben.

  • Fei­erst du über­haupt Weih­nach­ten? Fei­erst du mit der Fami­lie oder gehst du weg?
    Sagen wir mal so — ich genieße es. Aller­dings meist die Fei­er­tage nach Hei­lig Abend. Ich muß dazu sagen, daß ich wäh­rend des Stu­di­ums meh­rere Jahre im Ein­zel­han­del gejobbt habe, und von daher ein etwas eigen­wil­li­ges Ver­hält­nis zu Weih­nach­ten habe.
    Hei­lig Abend werde ich wohl haupt­säch­lich mit mei­ner Freun­din, mei­ner Groß­mut­ter, mei­nen Eltern und mei­nem Bru­der ver­brin­gen. Kon­krete Pläne hab ich aber noch keine.
    Weg­ge­hen im Sinne von Flüch­ten tu ich höchs­tens an mei­nem Geburts­tag ;)
  • Hast du dir schon Gedan­ken über Geschenke gemacht oder sogar schon wel­che gekauft?
    Gedan­ken hab ich mir bis­lang nur über das Geschenk für eine Per­son gemacht. Ich mag die Geschenke-Hysterie zu Weih­nach­ten nicht beson­ders. Wenn ich jeman­den mag, kann ich das ganze Jahr über schen­ken (und sollte das auch!). Auf­ge­zwun­gene Geschenk-Verpflichtungen sind nicht mein Ding, ich bemühe mich aber die Erwar­tun­gen zu erfül­len. Gekauft hab ich noch nichts, wofür haben die Geschäfte an Hei­lig Abend bis 14.00 Uhr geöff­net? :D
    Spaß bei­seite — 1–2 Wochen vor­her geh ich meist auf Ein­kaufs­tour, bei raren Arti­keln evtl. auch frü­her, aber nie­mals schon um diese Zeit ;)
  • Gibt es schon Pläne für das Weihnachtsessen?
    Nein, ist mir auch nicht so wich­tig. Mir graut mehr vor dem Schnaps danach, und wie ich mich wie­der davor drü­cken kann. Das Wich­tige bei einem Essen an solch einem Tag ist die Gesell­schaft, nicht das was auf dem Tel­ler liegt.
  • Hast du ein Weih­nachts­baum? Wann stellst du ihn auf und wann fliegt er wie­der raus? Wie muss ein Weih­nachts­baum für dich aussehen?
    Hab ich seit Jah­ren nicht, würde auch auf­grund der Bege­ben­heit mei­ner Woh­nung die Sicht vom Couch zum Fern­se­her ver­sper­ren :D
    Gene­rell mag ich aber Christ­bäume (so sagt der Schwabe), sollte aber von der Schmü­ckung her zur Woh­nungs­ein­rich­tung pas­sen, finde ich. Schon als Kind mochte ich echte Ker­zen und fand Christ­baum­spit­zen furcht­bar. Hat sich bis heute nicht geän­dert, Was­ser­ei­mer bereit­stel­len!
    Raus­flie­gen sollte er (wenn ich denn einen hätte) zu den hier übli­chen Ein­samm­lungs­ak­tio­nen der Ver­eine, meist nach den Hei­li­gen Drei Köni­gen, die sich so ein paar Euros hinzu ver­die­nen können.
  • Wirst du in die Kir­che gehen?
    Nein. Ich bin ein gläu­bi­ger Mensch, aber ich per­sön­lich halte nichts von Kir­chen, Sek­ten und ande­ren Frei­den­ker­mör­dern. Schein­hei­lig­keit an Weih­nach­ten brau­che ich nicht, ich gönne es aber den Emp­fän­gern der Spen­den­op­fer. Ich stelle Kir­chen zwar nicht grund­sätz­lich in Abrede, aber es ist eben meine per­sön­li­che Konsequenz.
  • Glaubst du das an Weih­nach­ten Schnee lie­gen wird?
    Wenn nicht, hat wer Inter­esse an Win­ter­kom­plett­rä­dern für einen VW Passat?

Blog­stöck­chen wirft man i. d. R. zwar wei­ter, aller­dings möchte ich nie­man­den in die Ver­le­gen­heit brin­gen, ent­we­der die Fra­gen beant­wor­ten zu müs­sen, oder eben nicht. Per­sön­li­che Fra­gen sind nicht jeder­manns Sache, und dafür habe ich auch volls­tes Vers­änd­nis. Von daher über­lasse ich es unse­ren Lesern an die­ser Stelle fort­zu­fah­ren, oder eben nicht. Wer will macht mit, wer nicht kann über meine Ant­wor­ten läs­tern ;)

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Man spricht Deutsh bei YouTube und MSN Video

Was soll man viel dazu sagen, YouTube gibt’s jetzt auch auf deutsch. Eigent­lich weni­ger inter­es­sant, zumal bei YouTube ohne­hin die Inhalte der Videos, und damit deren Spra­che ent­schei­dend sind. Und weil Deut­sche gerne Super­stars Super-Talente suchen, die nach den Werbe– und Telefon-Einnahmen ohne­hin wie­der in der Ver­sen­kung ver­schwin­den, star­tet YouTube anläß­lich der deut­schen Sprach­ein­füh­rung die Suche nach “Secret Talents”. Super Idee (noch ein “Super”), wenn man eine neue Spra­che zele­briert, und den Namen der Aktion eng­lisch benennt. Glaube kaum, daß der Durchschnitts-YouTube-User den Namen über­haupt versteht.

MSN, Micro­soft, Live, wie auch immer hat seine Video­platt­form relauncht, end­lich auch in deut­scher Spra­che, und ist end­lich mal schnel­ler wie Yahoo, wenn auch nur gleich­schnell wie Google. Viel­leicht hätte man sich etwas mehr Zeit las­sen sol­len, auf der Start­seite wird rechts oben ganz groß fol­gen­des Video promotet:

Für Wiedergabe hier klicken

Ich habe für die Wie­der­gabe geklickt, und was kam?

Dieses Video ist leider nicht verfügbar.

Super. Eigen­tore könn­ten nicht tra­gi­scher sein. Schnel­lig­keit zählt viel in die­sem Wett­be­werb, aber die kom­plette Masse zu Beta-Testern zu machen wirkt mehr als pein­lich. Windows-Prinzipien funk­tio­nie­ren nicht im Web. Zumin­dest ist die Feh­ler­mel­dung wenigs­tens schon ein­ge­deutscht und ohne kryp­ti­sche Zahlenkombinationen.

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