25. Juli 2008

Endlich Urlaub :-)

Nach eini­gen anstren­gen­den (aber erfolg­rei­chen) Wochen ver­ab­schiede auch ich mich in die Ferien :)
Mor­gen geht’s ab ins 17. Bun­des­land. 10 Tage bis­serl off­line baden, reden, essen und was sich sonst noch so ergibt ;) Danach viel­leicht noch bis­serl die ande­ren 16 Bun­des­län­der unsi­cher machen, wie auch immer. Jeden­falls freu ich mich wie Bolle mal end­lich wie­der ein paar Tage Urlaub zu haben, in denen ich nicht irgend­was Ande­res arbei­ten muss.

In die­sem Sinne wün­sche ich euch allen auch schöne Ferien, Urlaub, oder was auch immer ihr die­sen Som­mer so treibt und den Daheim­ge­blie­be­nen viel Trost beim deut­schen Sau­wet­ter!

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23. Juli 2008

Und Tschüß, Wikipedia!

Wiki­pe­dia, die geklaute freie Enzy­klo­pä­die zum Mit­ma­chen für Jeder­mann. Vom Hobby-Astronaut bis Rentner-Zahnarzt konnte jeder dort seine eige­nen und v. A. frem­den geis­ti­gen Ergüsse hin­ter­le­gen, und in den letz­ten Jah­ren wuchs Wiki­pe­dia um eine enorme Menge an Hehler­gut Wis­sen. Und weil Google Con­tent mag, und Wiki­pe­dia zudem nicht ganz schlecht ver­linkt ist, rankte Wiki­pe­dia zuneh­mend in den SERPs, häu­fig auf Top-Positionen. Sehr zum Ärger natür­lich vie­ler SEOs, aber auch der Original-Quellen, die von Wiki­pe­dia selbst (wenn über­haupt) mit einem fau­len nofollow-Link refe­ren­ziert wurden.

Dem scheint nun das Ende nahe, zumin­dest wenn es Absicht war, was Mario ent­deckte — Wiki­pe­dia hat seine Meta-Angaben um fol­gen­den Ein­trag erweitert:

<meta name="robots" content="noindex,nofollow" />

Das wäre natür­lich eine kleine Sen­sa­tion, und bedeu­ten, daß inner­halb kür­zes­ter Zeit Wiki­pe­dia aus den Google-SERPs ver­schwin­den würde. Zumin­dest die deut­sche Wiki­pe­dia, in den ande­ren Sprach­ver­sio­nen scheint die Meta-Angabe noch nicht drin zu sein. Bin jeden­falls mal gespannt ob’s auch so bleibt, oder ein Ver­se­hen, Hack oder was auch immer war.

Update

Wie Mat­thias berich­tet, könnte das Caching-System von Wiki­pe­dia daran Schuld sein. Mög­li­cher­weise war die Freude also nur von kur­zer Dauer :(

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17. Juli 2008

Arschloch der Woche: Content-Diebstahl und Spaß dabei

Wir erin­nern uns: Anfang des Jah­res berich­tete ich über den so ziem­lich däm­lichs­ten Content-Dieb den das Web je her­vor­ge­bracht hat. Er klaute einen mei­ner Bei­träge, und schickte mir dann auch noch flei­ßig Track­backs (ohne die ich das Ganze wahr­schein­lich nicht­mal bemerkt hätte).
Vor ein paar Tagen griff nun das Rechts-Blog “Web 2.0 & Recht” die The­ma­tik auf, und ver­linkte mei­nen Bei­trag dabei auch.

Soweit so gut. Kurz dar­auf trö­delte aber ein erneu­ter Track­back auf mei­nen Content-Diebstahl-Beitrag ein mit dem Titel “Link der Woche: Con­tent­dieb­stahl & Recht — Vor­ge­hen gegen die Über­nahme von Tex­ten im Inter­net”. Fein dachte ich mir so und schaute mir den Bei­trag dahin­ter an.
Und ich staunte nicht schlecht! Da hat die “Inter­es­sen­ge­mein­schaft deutsch­spra­chi­ger Auto­ren e. V.” — kurz IGdA — doch tat­säch­lich einen Teil des Bei­trags von “Web 2.0 & Recht” 1:1 kopiert, und sich nicht­mal die Mühe gemacht den Link zu mir zu ent­fer­nen (und mir damit einen Track­back geschickt)!

Content-Diebstahl IGdA

Ein Pseudo-Interessens-Blog klaut also bei einem Rechts-Blog aus­ge­rech­net zum Thema “Content-Diebstahl” und schickt die­sem und mei­nem Blog, auch zum sel­ben Thema, Track­backs!
Wie intel­li­genz­be­freit muss man dafür eigent­lich sein?

Und dann tut man auch noch so, als würde man die Inter­es­sen deutsch­spra­chi­ger Auto­ren damit ver­tre­ten! Nicht­mal einen selbst for­mu­lier­ten Teaser-Text für den “Link der Woche” kriegt man dort auf die Reihe, diese Methode scheint dort offen­bar Sys­tem zu haben, denn auch bei ande­ren “Links der Woche” geht man so vor. Welch ein Armuts­zeug­nis für Ver­ant­wort­li­che wie Jutta Miller-Waldner, Prof. Dr. Horst Din­ter u. A. die sich hin­ter der IGdA aus Ber­lin offen­bar ver­ber­gen.
Sowas ist nicht nur ein Armuts­zeug­nis, son­dern exakt kon­trär zu den Inter­es­sen, die die Gemein­schaft dem Namen nach offen­bar wah­ren will.

Schämt euch!

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11. Juli 2008

SEO-Bukkake

Es wird wie­der Som­mer in Deutsch­land. Laien erken­nen das daran, daß das soziale Umfeld plötz­lich wie­der die Offline-Welt ent­deckt, und sich lie­ber mit rea­len Men­schen trifft. SEOs erken­nen es am Kon­to­stand, der CPU-Temperatur und der grauen Buddy-Liste in Skype. Das frus­triert natür­lich. Also macht man das, was den eige­nen Endorphin-Haushalt nach oben treibt, und gleich­zei­tig Frust und Hartz-IV-Angst abbaut: SEO-Bukkake.

SEO-Bukkake? Ist das nicht die lus­tige Her­ab­wür­di­gung von Zeit­ge­nüs­sen mit min­der­wer­ti­gen Ergüs­sen — in die­sem Falle geis­ti­ger Natur? Bingo, Voll­tref­fer, Page­Rank 10!

SEO-Bukkake ist also der­zeit ein belieb­ter Zeit­ver­treib in der Bran­che. Nean­der­tal Reloa­ded sozu­sa­gen. Auch wenn in Gre­tus Bei­trag das ein oder andere Fünk­chen Wahr­heit ste­cken mag, er hat mal wie­der Öl ins Feuer der Branchen-Streithammel gegos­sen. Ich ver­stehe ehr­lich gesagt nicht wem das dien­lich sein sollte. Selbst Geset­zes­hü­te­rin­nen rei­hen sich in die Schlange ein. Und schon sind wir wie­der bei der urdeut­schen Neid-Debatte.
Ganz ehr­lich, es ist mir sowas von scheiß­egal wer wie mit was wie­viel Kohle ver­dient. Ich weiß was ich ver­diene, und nur das zählt für mich letzt­end­lich. Neid ist ein schlech­ter Rat­ge­ber, erfolg­reich wird man nur wenn man eigene Ziele vor Augen hat, und nicht immer auf Andere schaut und den Zei­ge­fin­ger raus­holt.
Wie so oft sollte manch einer sich hier ein­mal mehr ein Bei­spiel an der Jugend neh­men: wenigs­tens Yan­nick kräm­pelt die Ärmel hoch ;)

Da kommt mir der wich­tigste Award der Bran­che 2008 gerade recht:
End­lich wird er mal gewählt, der unfreund­lichste SEO des Jah­res. Ich hab zwar ges­tern für mich den inter­nen Preis “Tech­nik­dienst­leis­ter des Monats” gekürt, aber unfreund­lichs­ter SEO zu wer­den, das spornt an und weckt den sport­li­chen Ehr­geiz in mir.
Schließ­lich habe ich mich jah­re­lang gut vorbereitet:

  • Arro­gante Bei­träge bei Aba­kus mit einem der schlimms­ten Ava­tare ever.
  • Kneipen-Leertrinken bei SEO-Stammtischen auf Sponsoren-Kosten.
  • Mob­bing von Blog-Spammern.
  • Mob­bing von Pisa-Opfern im SEO-Chat.
  • Mob­bing von Mobbing-Opfern.
  • Der Ver­stoß gegen Google-TOS die noch gar nicht exis­tie­ren, aber sicher mal exis­tie­ren wer­den ;)
  • Unzäh­lige E-Mails, Tele­fo­nate und Chat-Beiträge mit dem Ziel größt­mög­li­cher Diskreditierung.

Und obwohl ich täg­lich vor dem Spie­gel wei­ter­hin an mei­nem Bad-Neighbourhood-Image arbeite, wurde ich nicht­mal nomi­niert! Nein, nicht für so Whitehat-Krimskram für socken­bü­gelnde Warm­du­scher, etwas für echte Män­ner: Das große Antipathie-Kreuz am Bande für den unfreund­lichs­ten SEO aller Zei­ten welt­weit! Skan­dal!

Ich glaube ja, daß die Jury gekauft ist, und man sich erst hoch­schla­fen muß um nomi­niert zu wer­den. Aber als ange­hend deko­rier­tes Arsch­loch werde ich das natür­lich nicht tun. Ich schlafe mich her­un­ter! Am Bes­ten durch unge­schütz­ten Link­ver­kehr mit Deutsch­lands unfreund­lichs­ter SEOse und Deutsch­lands unfreund­lichs­ten SEOs.

So, jetzt aber genug Buk­kake für heute, ist ja hier kein Porno-Blog :P

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01. Juli 2008

“Quelle öffnen” oder wie ein Upgrade zum Downgrade wird

Yigg war bis­lang ja als beson­ders user­ori­en­tierte und –freund­li­che Web-2.0-Community bekannt, zumin­dest meis­tens. So auch unter SEOs, oder sol­che die wel­che sein wol­len. Immer­hin rankte Yigg meist sehr gut und bot einen guten sau­be­ren Back­link. Hinzu kam das kürz­lich ein­ge­führte Google Shared AdSense, was sicher­lich ein USP für Yigg war (bzw. ist), auch wenn ich im Schnitt gerade mal eine unter­ir­di­sche CTR von 0,77% habe, und die Ein­nah­men höchs­tens ein net­tes Taschen­geld sind.

Seit einer gefühl­ten Ewig­keit war dann also “das Neue Yigg” ange­kün­digt, also der Relaunch der gesam­ten Platt­form, heute war es nun also soweit. Wer die Com­mu­nity beob­ach­tete fand wohl (neben viel­leicht der EM und irgend­wel­chen ver­meint­li­chen Sex-Tapes von Pseudo-Topmodels) kaum ein Thema, das sie mehr bewegte. Ent­spre­chend hoch waren natür­lich auch die Erwar­tun­gen. Daß der Relaunch als “Open Beta” voll­zo­gen wer­den soll wurde ange­kün­digt, und ent­spre­chend will ich das Ganze auch bewer­ten. Offline-Nerds ken­nen die­ses Pro­ze­dere ja schon von Pri­ma­ten äh Primi wie Micro­soft.
Daß aller­dings das beab­sich­tigte Upgrade zu einem Down­grade wird hätte ich nicht erwar­tet…
Manch einer ver­mu­tet dahin­ter ja gar einen ver­steck­ten Link­bait :D

Mal so ein paar der schlimms­ten Faux­pas die mir spon­tan auf­ge­fal­len sind, ohne daß ich näher nach “Bugs” gesucht hätte:

  • Ca. 3 Tage für einen Relaunch? Frei­lich die Daten­menge ist enorm, und Yigg ist wohl immer noch ein Start-Up, das mit Res­sour­cen– und Geld-Knappheit zu kämp­fen hat. Aber 3 Tage für einen Relaunch (der ja i. d. R. auch ent­spre­chend gut vor­be­rei­tet wird) sind dann noch eine Haus­num­mer die eher nach ande­ren Pro­ble­men riecht… 3 Tage off­line sind ca. 10% Aus­fall vom Monats­um­satz, das macht man nicht mal ein­fach so weil man alles in Ruhe und Sorg­falt durch­füh­ren möchte.
  • Lade­zei­ten wie in den Dinosaurier-Zeiten des Webs. Sicher­lich, nach einem Relaunch kommt erst­mal mäch­tig Traf­fic von den neu­gie­ri­gen Usern, die die Ser­ver zum Rau­chen brin­gen. Aber sollte man einen sol­chen Relaunch nicht nut­zen um auch Daten­ban­ken, Skripte und Ser­ver zu opti­mie­ren? In der Ver­gan­gen­heit waren sol­che Pro­bleme zu Stoß­zei­ten ja bekannt, wurde daran denn gar nichts opti­miert? Sol­che Pro­bleme erhö­hen die Abbruch­ra­ten enorm und kos­ten letzt­lich rich­tig Geld.
  • Die Original-Quelle wird auf nicht mehr mit mit dem Artikel-Titel ver­linkt, son­dern nur noch mit dem Screen­shot (als ers­tem und wich­tigs­tem Link im Quell­text) ohne alt-Text, sowie dem dar­un­ter lie­gen­den Text “Quelle öffnen”. Jeder SEO würde die Hände über dem Kopf zusam­men­schla­gen — sofern er noch bei Bewußt­sein ist. spay­burn hat zu die­sem Anlaß bereits schon mehr oder weni­ger ernst gemeint zu einem SEO-Contest für “Quelle öffnen” auf­ge­ru­fen…
    Nun zwingt nie­mand Yigg dazu die Original-Quelle auch SEO-like zu ver­lin­ken, fair wäre es aber in jedem Fall. Schließ­lich hat Yigg genau genom­men keine eige­nen Inhalte, hinzu kommt, daß es nicht zuletzt SEOs waren, die Yigg ent­spre­chend gepusht haben (auch wenn das so man­ches Community-Mitglied nicht so wahr­ha­ben will).
    Mein SEO-Erste-Hilfe-Kasten würde hier Fol­gen­des vorschlagen:
    Auf der Haupt­seite bzw. Übersichts-Ebene:
    Ver­lin­kung der Original-Quelle mit dem Screen­shot bei­be­hal­ten, aller­dings Hin­zu­fü­gung des alt-Textes mit dem Artikel-Titel.
    Til­gung des “Quelle öffnen”-Links, oder in dem Fall zumin­dest mit einem rel=“nofollow” ver­se­hen. Lie­ber einen follow-Link mit ver­nünf­ti­gem alt-Text als einen Text-Link mit Bullshit-Anchor-Text.
    Auf Artikel-Ebene:
    Ver­lin­kung des Titels mit der Original-Quelle.
    Ver­lin­kung von Screen­shots und “Quelle öffnen” ganz weg­las­sen oder mit rel=“nofollow”.

    So wäre zumin­dest der worst case erst­mal behoben.

  • Daß die User-Profile noch nicht völ­lig migriert wur­den ist zwar pein­lich, daß aber nicht­mal die Home­page ver­linkt wird, son­dern nur als Plain-Text dasteht ist auch hier schlicht­weg unfair. Angeb­lich ist noch nicht ein­mal die Option “female” ver­füg­bar. Wenn das mal nicht die Frau von der Layen erfährt ;)
  • Die alten URLs, die natür­lich bereits auch von Google indi­ziert waren und ent­spre­chend ran­ken, wur­den zwar wei­ter­ge­lei­tet, aller­dings auf die fal­schen Arti­kel. Offen­bar kam es wohl zu Pan­nen mit den IDs. Inzwi­schen ist das Pro­blem anschei­nend beho­ben, pas­sie­ren darf das aber eigent­lich nicht, und v. A. nicht erst nach User-Hinweisen.
  • Die WordPress-Schnittstelle scheint nicht mehr zu funk­tio­nie­ren. Waren es nicht mit­un­ter auch die vie­len Blogs mit ein­ge­bau­ten But­tons, die Yigg zu mehr Reich­weite und Bekann­heits­grad ver­hol­fen haben? So etwas ein­fach off­line zu neh­men halte ich per­sön­lich für dilettantisch.
  • Layer-Ads. Sogar bei ange­mel­de­ten User in Berei­chen die haupt­säch­lich nur ange­mel­dete User nut­zen. Geht gar nicht.
    Ich weiß, die kön­nen auch ne Menge Geld bei Massen-Traffic brin­gen, aber dafür seine User zu ver­är­gern ist nicht son­der­lich wohl durchdacht.

Es gibt noch eine Menge ande­rer unglück­li­cher Klei­nig­kei­ten, ins­be­son­dere bei den User-Profilen und bei dem Web-2.0-Schnick-und-Schnack, aber ich will es mal hier­bei belas­sen.
Das z. T. auch kri­ti­sierte neue Design und die Usa­bi­lity ganz ganz all­ge­mein finde ich per­sön­lich im Übri­gen gelun­gen, zumin­dest im Ver­gleich zur alten Ver­sion. V. A. die neuen But­tons gefal­len mir sehr gut. Ich will ja auch nicht mehr Haare in der Suppe fin­den als der Koch auf dem Kopf hat ;)

An die­ser Stelle viel­leicht noch ein paar aus­ge­suchte Mei­nun­gen zum viel kri­ti­sier­ten Yigg-Relaunch:

Nunja, ich sehe es nicht ganz so dra­ma­tisch wie ein Groß­teil der Kol­le­gen, den­noch denke ich, daß an eini­gen Punk­ten noch kräf­tig nach­ge­bes­sert wer­den muß.
Ich per­sön­lich denke, daß man zumin­dest ein paar der Power-User (nein, bitte nicht mich) die neue Ver­sion vorab hätte tes­ten las­sen sol­len, eine Usability-Studie allein reprä­sen­tiert nicht die Com­mu­nity im Kern, die letzt­lich Yigg aus­macht.
Den­noch werde ich Yigg fürs Erste treu blei­ben, gleich­wohl ich mit wach­sa­mem Auge beob­ach­ten werde ;)
Immer­hin Mar­vin haben sie nicht in die Tier­mehl­fa­brik ver­bannt :D

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