Die Google Krankenakte

von kralle am 19. Oktober 2007

Ei, was kommt da noch auf uns zu? Nach­dem Micro­soft bereits ange­kün­digt hat, Such­an­fra­gen zu Gesund­heits­the­men bes­ser bedie­nen zu wol­len, und sogar die zen­trale Daten­bank “HealthV­ault” mit Pati­en­ten­in­for­ma­tio­nen plant, will nun auch Google die­sen Bereich mit “Google Health” abde­cken.

Die Grund­idee ist an für sich nicht schlecht, schließ­lich füh­ren die oft­mals ver­teil­ten Kran­ken­ak­ten gerne zu Fehl­in­for­ma­tio­nen, die im Not­fall über Leben und Tod ent­schei­den kön­nen.
Aber müs­sen diese Infor­ma­tio­nen aus­ge­rech­net im Inter­net abge­spei­chert wer­den? Und dazu noch aus­ge­rech­net bei Micro­soft oder Google, die nicht unbe­dingt für ihr sozia­les Enga­ge­ment und ihre Daten­si­cher­heit bekannt sind? Würde es nicht rei­chen diese “am Mann” in Form eines USB-Sticks oder erwei­ter­ter Chip-Karte bereitzuhalten?

Ich sehe das Ganze sehr kri­tisch, schließ­lich kön­nen dort auch Infor­ma­tio­nen hin­ter­legt sein, die in vie­ler­lei Hin­sicht miß­braucht wer­den könn­ten. Zudem wäre mir nicht so ganz wohl dabei, wenn in der Pra­xis dann Dritte (Ärzte, Pfle­ge­kräfte, Kran­ken­kas­sen usw.) diese für wie­derum andere, unbe­kannte Dritte (z. B. Not­ärzte) zugäng­li­che Daten­bank pfle­gen. Es ist heute schon schwer genug den Über­blick über seine an sämt­li­chen Stel­len gespei­cher­ten Daten zu wah­ren, eine sol­che Daten­bank würde es gar unmög­lich machen.

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