07. November 2007

Web 2.0 — Willkommen im Neandertal

Es scheint wie die Fort­set­zung der Talk– und Gerichts­shows vom TV ins Web. Der Mob hat sein Forum gefun­den. Blogs, Pro­dukt­be­wer­tun­gen, Videos, Mitmach-Seiten — es wird geläs­tert, geschimpft, gelo­gen, betro­gen, bele­digt, gedisst.
Dabei fei­ert die Bran­che sich mal wie­der selbst, erklärt “User gene­ra­ted Con­tent” zur Zukunft des Inter­net. Ver­ba­ler Müll, geis­ti­ger Dünn­pfiff und Rektal-Journalismus — da bleib ich lie­ber im Heute.

Die klas­si­schen Medien, inklu­sive des Webs, hat­ten bis vor ein paar Jah­ren über viele Jahr­hun­derte eines gemein­sam — sie bestimm­ten die Mei­nung der Masse. Aber sie waren nicht die Masse, sie hat­ten also eine Ver­ant­wor­tung. Eine Ver­ant­wor­tung, derer sich die Mei­nungs­ma­cher stets bewußt waren, und des­halb auch zu allen Zeit miß­braucht wurde — auch bis heute.

Da erscheint es gera­dezu revo­lu­tio­när, gera­dezu ur-demokratisch, daß es jetzt plötz­lich mög­lich sein soll, daß die Masse ihre eigene Mei­nung selbst bestimmt. Mil­lio­nen Mei­nun­gen also, denen ursprüng­li­che jour­na­lis­ti­sche oder aka­de­mi­sche Metho­den wie Recher­chen, Quel­len und Beson­nen­heit ein Fremd­wort sind. Es wird ver­öf­fent­licht was medial dar­ge­stellt wer­den kann. Von Ver­ant­wor­tung kann gar nicht die Rede sein, der Fleisch­klum­pen zwi­schen den Ohren hält nicht mal der Recht­schreib­prü­fung Stand.

Einen neuen trau­ri­gen Höhe­punkt fand die Mög­lich­keit zur Jedermanns-Selbstdarstellung im heu­ti­gen Amok­lauf in Finn­land. Der Täter konnte seine Hass­ti­ra­den vorab unge­hin­dert bei YouTube publik machen, sogar ein mör­de­ri­scher Kurz­film beglückte die Video-Community. Tra­gö­dien wer­den zum unge­fil­ter­ten öffent­li­chen Spe­ka­ta­kel, her­auf­pro­vo­zierte Gegen-Meinungen inklu­sive. Nachrichten-Portale wer­den zu Sekun­där­quel­len, geord­nete und recher­chierte Infor­ma­tio­nen zum Bei­werk für die Bil­dungs­schicht. Die anschlie­ßende Ver­ar­bei­tung fin­det nicht mehr in Kolum­nen, Kom­men­ta­ren und Leser­mei­nun­gen statt, son­dern wird in offene Schlag­ab­tau­sche in Internet-Foren und Blog-Kommentare ver­la­gert. Fäuste raus, Köpfe sind zum Tref­fen da.

Auch die EU hat inzwi­schen erkannt, daß im viel­ge­lob­ten Web 2.0 gar nicht immer so viel Lobens­wer­tes statt­fin­det. Soge­nannte Flogs, also gefakte Blog­bei­träge, vor­ge­täuschte Kom­men­tare und Rezen­sio­nen zum wirt­schaft­li­chen Wohle und Unwohle sol­len künf­tig hart geahn­det wer­den. Schnell wird das Gespenst der Zen­sur und Mei­nungs­frei­heit her­auf­be­schwo­ren. Doch dient ein sol­cher Müll an Ver­brau­cher­in­for­ma­tio­nen und der Mei­nungs­ver­fäl­schung wirk­lich der Mei­nungs­bil­dung? Gue­rilla Mar­ke­ting beinhal­tet nicht umsonst Gue­rilla. Es herrscht Krieg im Online-below-the-line-Marketing, geschos­sen wird mit Fäkal-Wattenbäuschchen bis zum kol­lek­ti­ven Verbraucher-Kollaps.

Doch es gibt auch die öffent­li­chen Verbraucher-Meinungen. Unver­fälscht bie­ten zahl­rei­che Platt­for­men jedem Test-Laien die Mög­lich­keit, seine gelieb­ten und unge­lieb­ten Pro­dukte und Dienst­leis­tun­gen in gewohn­ter Leg­as­the­nie zu bewer­ten. Wäh­rend pro­fes­sio­nelle und renom­mierte Insi­tu­tio­nen mit wis­sen­schaft­li­chem Auf­wand ver­su­chen ein mög­lichst neu­tra­les Mei­nungs­bild zu schaf­fen, vetraut die User­schaft lie­ber auf öber­fläch­li­che Ein­drü­cke anony­mer Benutzer.

Blog­ger ohne jeg­li­chen Hin­ter­grund wer­den allein auf­grund ihrer Fähig­keit Word­Press zu instal­lie­ren und zu bedie­nen zu den Hel­den des zwei­ten Inter­nets. Und die Such­ma­schi­nen hono­rie­ren es. Klar, schließ­lich ist ein Blog­ger immer einer von uns. Nicht so ein stu­dier­ter Jour­na­list, der sein Hand­werk über Jahre hin­weg ler­nen mußte. Nein, Blog­ger geben das wider was das Volk bewegt. Die Clau­dias und Jaque­lines der Talk­shows von ges­tern wer­den zu den Pro– und Alpha-Bloggern von mor­gen. Das inter­es­siert die Masse, das inter­es­siert die Such­ma­schi­nen, das belei­digt jedoch meine Intelligenz.

Klar, die Such­ma­schi­nen. Da war doch noch was, das ich täg­li­che mache. Ach ja, stimmt, Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Ja, auch ich habe die­ses Phä­no­men erkannt, auch ich weiß um diese Gunst von Such­ma­schi­nen, Link­ge­bern und letzt­lich auch Usern. Auch ich baue Yigg-Buttons ein und bin so geil auf Links wie die Gup­pys auf die Rot­schwän­zige in unse­rem Büro-Aquarium. Google macht uns zu Link­schlam­pen und Traf­fic­nut­ten, die eben das machen was funk­tio­niert und was am Ende des Tages Geld bringt.

Lei­der brachte diese Geil­heit in den jüngs­ten Tage bei so Man­chem SEO mehr Beach­tung als echte Ehr. Schließ­lich bringt ein Liebhaber-Blog mit lesens­wer­ten Arti­keln über den süd­schwe­di­schen Grünschwanz-Buntfalter deut­lich weni­ger Back­links und Digg-, Yigg– und SEOigg-Punkte, als das Dis­sen von Kol­le­gen.
Also zurück zum Ur-Prinzip der rei­nen Blog-Funktionalität, und jeg­li­che Selbst­an­sprü­che über Bord. Um Links wird unter SEOs schließ­lich gebuhlt wie einst um die Bli­cke der koket­ten Blon­dine auf dem Schul­hof. Ich werde ver­linkt, also bin ich.
Aus­ge­gan­gen von einem nicht ganz unbe­grün­de­ten Blog-Beitrag eines Opti­mie­rers unter weiß-blauem Fir­ma­ment über die Ver­kom­mung von SEO zum miß­kre­di­tie­ren­den Allerwelts-Hobby, began­nen plötz­lich die Fingerzeig-Kommentare auf die­sen und jenen Schrei­ber, der den Erfolg auch noch aus­ge­rech­net im viel­be­schwo­re­nen Web Zwo­null suchte, und beim Stri­cken viel­leicht bes­ser auf Schur­wolle als auf Theo­rien zurück­grei­fen sollte. Abstruse Kom­men­tare und Bei­träge wech­sel­ten die Feed-Reader, und am Ende haben alle an Links gewon­nen — und an Glaub­wür­dig­keit ver­lo­ren.
Wei­ter ging’s mit einem von mir eigent­lich geschätz­ten Blog­ger, der schon vorab inte­griert war, und in der nächs­ten Kurve falsch abbog anstatt zu Brem­sen. Unüber­legt­heit, und eine berech­nende Hoff­nung auf Links ver­lei­tete ihn und wei­tere Blog­ger zum rei­nen Link-Selbstzweck zu verkommen.

Deutsch­land sucht den Super­bait. In der Jury: Google, Yahoo und Micro­soft. Ver­linkt — und damit gefun­den — wer­den nicht die wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen die­ser Welt, son­dern das, was am Meis­ten Auf­merk­sam­keit erregt. Wun­der­bare Stra­te­gie. Wir erhö­hen den Traf­fic und redu­zie­ren die Qua­li­fi­zie­rung im glei­chen Atem­zug. Es wird viel gebla­sen und gespuckt, mit Medium hat das Ganze nur noch wenig zu tun.

Es erscheint gera­dezu als ob Henry Fords Aus­sage immer noch in den Köp­fen herumspukt:

Wenn eine Ente ein Ei legt, dann tut sie das still und zurück­ge­zo­gen in einem Busch. Wenn jedoch ein Huhn ein Ei legt, so gackert es laut und flat­tert herum.
Und der Erfolg? Die ganze Welt isst Hühnereier!

Doch Sozial Media Opti­miza­tion — SMO — befrie­digt nicht das User-Interesse, son­dern des­sen Neu­gier. Schon der Ein­zel­händ­ler weiß, daß nicht Neu­gier Umsatz gene­riert, son­dern ech­tes Interesse.

Aber Neu­gier bringt uns wie­der zurück auf die Bäume. Zumin­dest auf die mit Blick zum Nachbars-Schlafzimmer. Immer­hin ist es inter­es­san­ter über des­sen Bett­wä­sche zu läs­tern, als die Eigene zu ver­kau­fen. Das bringt Traf­fic, das bringt die Nean­der­ta­ler, aber das bringt keine Kunden.

Genau genom­men ist auch die­ser Bei­trag eine nean­der­ta­li­sche Braut­schau, inkl. Yigg-Prostitution. Jeder Link, jede Yigg-Stimme führt diese Dis­kus­sion ad absur­dum. Also zu was soll ich auf­ru­fen? Nofollow-Links? Yigg-Button igno­rie­ren? Steht mir das als Index-Schlampe über­haupt zu, schließ­lich bewege ich mich auf dem­sel­ben Ter­rain? Natür­lich, auch ich teste und prüfe diverse virale Mög­lich­kei­ten, ich bin ja kein SEO-Demagoge.
Und doch habe ich bewußt auf Links in die­sem Bei­trag ver­zich­tet, noch mehr Öl im Feuer muß nicht sein.

Oder wie es Faust gesagt hätte:

Da steh’ ich nun, ich armer Thor, und bin als klug als wie zuvor.

Also was ist das Fazit der Erkennt­nis? Zumin­dest die ver­ant­wor­tungs­volle Auf­gabe der Such­ma­schi­nen wird es sein, Inhalte nicht nur auf­grund von äuße­ren Bege­ben­hei­ten (Links, HTML-Code usw.), son­dern letzt­lich auch nach Qua­li­täts­prin­zi­pien zu beur­tei­len. Und eben nicht jeden Blog oder offen­sicht­li­chen Link­bait in die Top 10 zu spü­len. Nicht der Stär­kere sollte zäh­len, son­dern der Bessere.

Popu­la­rity: 8%

16 Kommentare

1. Baynado schrieb am 08. November 2007 um 02:35

Sehr schön geschrie­ben und mit viel Wahr­heit im Text. :-(

2. chrizz schrieb am 08. November 2007 um 09:14

ohja… die­ser text hat viel wah­res. Ursprüng­lich dachte ich auch, dass das Web2.0 die abso­lute mega­mä­ßige Erfin­dung ist. Klar, es ist zwar immer­noch ne feine Sache, da du u.a. direkte Inter­ak­tion bie­test, aber wie das so ist, jede posi­tive Erfin­dung wird frü­her oder spä­ter auch miss­braucht. Das liegt irgend­wie in der Natur des Men­schen…
cheers

3. AndreasB schrieb am 08. November 2007 um 10:06

Sehr gut. Der Arti­kel hat mich an die eine oder andere Geschichte der letz­ten 4 Jahre erin­nert. Jedoch glaube ich nicht das Clau­dias und Jaque­lines zu den Pro– und Alpha-Bloggern von mor­gen wer­den, da sie nie­mals in der Lage sein wer­den, Word­Press zu instal­lie­ren, geschweige denn es schaf­fen, es täg­lich zu upgraden

4. Martin Helman schrieb am 08. November 2007 um 10:38

Der Mehr­heit der Men­schen bevor­zugt aber nun­mal diese Brand­band­läs­te­rei. Das Inter­net ist ein Zusam­men­schluß aller Com­pu­ter welt­weit und das Mul­ti­me­diale Zeit­al­ter ver­bin­det dadurch eben nicht nur die Elite.

Web 2.0 ist ein Mode­wort, dass nicht­mal eine tech­ni­sche Grund­lage besitzt. “Mit-Mach-Web” gabs schon immer. Uralte Com­man­do­zei­len Chats leb­ten ja auch schließ­lich nur von dem Inhalt, den die Benut­zer ver­öf­fent­lich haben.

Viel­leicht sollte man, statt über die Struk­tur der Inter­nets heute zu rau­nen, ein­fach einen Warn­hin­weis an jedes Modem kle­ben, mit der Aufschrift:

“Sie betre­ten den vir­tu­el­len Spie­gel der Mensch­heit — erwar­ten Sie nicht zuviel”

Es gibt gute Tier­filme, aber was gucken die Meis­ten? Soap!

Es gin­gen schon seit jeher mehr Men­schen in die Are­nen, als sie Dich­tern und Phi­lo­so­phen lauschten.

Ich per­sön­lich finde Web­sei­ten viel leb­haf­ter, die fröh­lich die deut­sche Spra­che ver­ge­wal­ti­gen, als jene — die mir tro­ckene Texte und Abhand­lun­gen á la Schul­buch präsentieren.

Ich glaube auch, dass die Zeit der Online-Suchmaschinen bald abläuft und Onboard-Software diese Auf­gabe über­neh­men
wird.

So long! :-)

5. CommentsPlz schrieb am 08. November 2007 um 12:57

Ich bin nicht der Mei­nung das die “Such­ma­schi­nen” die Qua­li­tät im Web finden(oder zurück brin­gen (wars schon mal da?) kön­nen)
Die Such­ma­schi­nen betrei­ber könenn ledig­lich ver­schie­dene Such alo­go­rith­men auf die Sei­ten im Netz anwen­den.
Und wie gut oder schlecht die Sei­ten im Netz dann gekenn­zeich­net sind hängt von ihre­ren Usern / ggf. Betrei­bern ab.

Nicht aber von den Such­ma­schi­nen betrei­bern.
Wes­we­gen auch google’S Social API sinn macht gegen über Micro­softs kauf von Face­book Anteilen

6. Mob schrieb am 08. November 2007 um 13:18

Was regst du dich auf? Du musst keine Blogs lesen, wenn sie dich nicht inter­es­sie­ren. Außer­dem: Es ist schon eine Errun­gen­schaft, wenn Leute im Inter­net über­haupt lesen, statt youporn zu gucken.

Guter Jour­na­lis­mus setzt sich sowieso lang­fris­tig durch. Dass durch durch alle Hobby-Reporter und Freizeit-Meinungsmacher Kon­kur­renz ent­steht, muss nicht schlecht sein. Als “aus­ge­bil­de­ter Jour­na­list” muss man eben nur bes­sere Qua­li­tät und inter­es­san­tere Texte bieten.

SEO: Ich denke, wenn es ein Privat-Blogger schafft, vor die Nach­rich­ten­por­tale bei Google zu kom­men, darf er es als Erfolg für sich ver­bu­chen. Denn eins ist sicher: Das Bud­get für Seo dürfte bei den Nach­rich­ten­por­ta­len um ein viel­fa­ches höher liegen.

7. Marc schrieb am 08. November 2007 um 21:49

Sehr gut geschrie­ben aber nur zum Teil wahr.

Wer frü­her dum­mes TV inkl. Nachmittags-Talkshows usw. geschaut, wird die­ses Ver­hal­ten eben ein­fach aufs Netz über­tra­gen. Aller­dings kann man im Gegen­zug natür­lich auch ähnlich viele wert­volle Bei­träge finden.(Leider muss man sich dazu manch­mal durch Müll wüh­len — aber das war ja frü­her zum Teil auch nicht anders.)

Kurz gesagt: die Dum­men wer­den Düm­mer, weil sie sich mit nichts mehr beschäf­ti­gen müs­sen, dass die Grauen Zel­len allzu sehr erhitzt aber mit ein wenig Ver­stand und dem nöti­gen Wil­len (manch­mal fehlt das Aine oder das Andere) kann man ebenso von der neuen Tech­nik profitieren.

Was aber in Zukunft mehr gebraucht wird sind Fil­ter Tools, die nicht nur Benut­zer, son­dern ganze The­men aus­schlies­sen. (exis­tiert ja sicher schon auf eini­gen Platt­for­men, oder? Bin tech­nisch nicht völ­lig firm)

So könn­ten ich zum Bei­spiel “Brit­ney, Paris Hil­ton, Boh­len” ein­tip­pen und müsste so gut wie nie­mals mehr über die­sen Bedeu­tungs­lo­sen Schwund erfahren.

gibt die Hoff­nung nicht ganz auf,
Marc

8. Paranoid Chesus schrieb am 10. November 2007 um 01:16

Ne ne ne. Sorry, aber dem kann ich wirk­lich nur arg ansatz­weise zustim­men. Klar ist das Web voll mit Müll, aber es ist nur ein Spie­gel der Gesell­schaft und Web 2.0 gibt es nicht.

Das Web hat immer schon von User­con­tent gelebt. Von was auch sonst? Wäre es Dir lie­ber, es gäbe nur SpOn, Focus und die TAZon­line und alle drän­gen sich in ihren zuge­hö­ri­gen Foren, um die von der Obrig­keit, dem von Dir so hoch­ge­lob­ten “aus­ge­bil­de­ten Jour­na­lis­mus”, der tag­täg­lich einen Dreck nach dem ande­ren pro­du­ziert, zu kom­men­tie­ren? Web 2.0 ist eine leere Phrase. Es exis­tiert nicht. Das ist das Netz und die Men­schen plus ein paar popu­läre CMSs.

Da sind mir Blog­ger und pri­vate Web­site­be­trei­ber, die sich meist auf ein Spe­zi­al­ge­biet, von dem sie dann wenigs­tens auch Ahnung haben, deut­lich lie­ber. Die Leute, die Du da ansprichst, das sind mei­ner Mei­nung nach die Spin­ner und Schmal­spur­den­ker, die es sowieso gibt und deren Ziel­gruppe immer die glei­che sein wird; eine mei­net­we­gen breite Ziel­gruppe, aber keine wich­tige, da sel­bige sowieso zu däm­lich zur objek­ti­ven Mei­nungs­bil­dung ist und gar nicht erst fach­lich ver­sierte Mei­nun­gen sucht, son­dern unter­hal­ten wer­den will. Daß die sich dann an man­chem fest­klam­mern, egal wie däm­lich es ist, das ist nichts neues und ent­spricht ihrer sowieso beschränk­ten Denkweise.

Ein paar Bei­spiele wären da durch­aus noch ange­bracht gewe­sen. Zeig mir doch mal bitte ein paar rele­vante(!) Such­be­griffe, bei denen irgend­wel­che Dep­pen unter den Top10 ste­hen; gerne natür­lich auch mit h**p davor, weil man es nicht unter­stüt­zen mag. Selbst wenn sie es mal ein paar Tage lang schaf­fen, so bleibt letzt­lich nur Qua­li­tät beste­hen und erreicht höhere Besu­cher­zah­len.
Daß da oft­mals mit “unlau­te­ren Mit­teln” um jedes Trepp­chen zum Sieg gekämpft wird, oder auch unüber­leg­ter Mist ins Inter­netz gesetzt wird, ja, dem stimme ich zu, aber wie gesagt, sowas bleibt zum einen meist nicht lange und die Viel­falt der Men­schen, die ihr Fach­wis­sen mit Anstand, Hin­gabe und hoher Prä­zi­sion ver­öf­fent­licht, die ist es wert, ihre Erzeu­ger haben nur schlicht­weg genau durch die ange­spro­che­nen Con­tent Manage­ment Sys­tems wie Word­Press end­lich die Mög­lich­keit, ihre Infos leicht ver­füg­bar zu machen und bie­ten somit einen wich­ti­gen Gegen­pol zur Mainstreaminfo.

Klar kann mitt­ler­weile jeder sei­nen Mist ins Web rot­zen und das SEO­tech­nisch auch ein wenig pus­hen, aber mir wären ent­we­der kaum bis keine Bei­spiele für sol­che Leute bekannt, die dann auch wirk­lich an die Spitze des Eis­bergs namens Google kom­men und Mei­nung bil­den, oder aber ich bin nicht deren Ziel­gruppe. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht.

Was ich aber noch zum Thema SEO und Dir, bzw Dei­nem Blog sagen muß: Sorry, aber das ist mal nicht son­der­lich über­zeu­gend. Allein 68 wirk­lich laut schrei­ende Feh­ler im Tidy, keine Key­words, einen lan­gen, unge­glie­der­ten und über­schrifts­lo­sen Text und nur so neben­bei einen Titel, der quer ins Lay­out rein­ragt. Der Sinn einer Descrip­tion ist es im übri­gen auch nicht, ein­fach den Ein­lei­tungs­satz rein­zu­pas­ten. Über die drei Feh­ler im CSS mag ich mal nicht so laut schimp­fen. ;)

Ich frage mich aller­dings wirk­lich, wie es die­ser Arti­kel zu yigg geschafft hat, da er mei­ner Mei­nung nach nahezu auch nur aus Pole­mik ein­mal quer­beet besteht. Da gibt es weiß Gott zehn­mal bes­sere Web 2.0-Dissereien. Aber ok, damit hät­ten wir also schon­mal ein Bei­spiel. ;p

Nichts für ungut. ;)

9. mike schrieb am 10. November 2007 um 03:58

Gut gebrüllt, das schafft es jetzt mal unbe­se­hen in mei­nen Fee­dre­a­der. Ich mag Deine Schreibe, wenn Du auch kilo­me­ter­weit am Ziel vor­bei­schiesst. (siehe Kom­men­tar über mei­nem)
Zur Rea­li­täts­syn­chro­ni­sa­tion emp­fehle ich, mal SpOn eine Woche zu lesen, und die Geschichte mit den *würg* “jour­na­lis­ti­sche oder aka­de­mi­sche Metho­den wie Recher­chen, Quel­len und Beson­nen­heit” oder “Ver­ant­wor­tung” und die gan­zen pseu­do­jour­na­lis­ti­schen Phra­sen bezo­gen auf den “her­kömm­li­chen” Joa­urna­lis­mus zu überdenken.

Btw für’s näxte Mal in der Rich­tung:
“der Fleisch­klum­pen zwi­schen den Ohren hält nicht mal der Recht­schreib­prü­fung Stand“
und:
“renom­mierte Insi­tu­tio­nen“
sind so Din­ger die nicht wirk­lich zusam­men­pas­sen, da würde ich einen Brow­ser aus der Gecko-familie emp­feh­len, die unter­strei­chen sol­che Pein­lich­kei­ten vor dem Abschicken.

Ansons­ten; wei­ter so, wird was draus, gerne etwas fun­dier­ter beim nächs­ten Mal. *schul­ter klopf*

Ach noch was aus rei­nem Inter­esse so zwi­schen Web-techniker und Seo-kas-dingens: Dass das Datum inner­halb Heading-1 ist, bringt bei Sumas irgend­eine Rele­vanz? Und wenn ja, wo bekomme ich da mehr Infos dazu?

10. kralle schrieb am 11. November 2007 um 01:55

Ei, da hab ich ja was los­ge­tre­ten. Eine rich­tige Dis­kus­sion hätte ich ehr­lich gesagt nicht erwar­tet, ich freu mich dafür umso mehr darüber.

Zunächst ein­mal möchte mich mich bedan­ken bei allen Lesern, Kri­ti­kern und Zustim­mern, öffent­lich und nicht-öffentlich, hier um Blog, und dort bei Yigg.

Ich werde einige der ange­spro­che­nen Punkte gesam­melt beant­wor­ten, es waren — die Dikus­sion auf Yigg ein­ge­schlos­sen — einige. Und es waren einige schöne Per­len dabei :)

Zur Defi­ni­tion des “Web 2.0″

Natür­lich, einige von euch haben recht, der Begriff läßt sich nicht exakt defi­nie­ren, das wußte auch schon Tim Berners-Lee. Web 2.0 ist ein Buz­zword, aller­dings umschreibt es eben aktu­elle Ent­wick­lun­gen, die man in etwa mit dezen­tra­ler Infor­ma­ti­ons­ver­brei­tung und Ver­net­zung beschrei­ben könnte, weni­ger auf­grund rein tech­ni­scher Grund­la­gen, obwohl bestimmte Soft­ware sicher­lich mit dazu beige­tra­gen hat.
Und natür­lich gab es das auch schon vor­her (IRC-Chats, Gäs­te­bü­cher, Internet-Foren usw.), war aller­dings weit­ge­hend den “Geeks” (noch ein Buz­zword) vor­be­hal­ten, wohl auch auf­grund tech­ni­scher Hür­den, infor­ma­tio­nel­lem Man­gel und feh­len­der Mas­sen­ver­brei­tung von Inter­net­zu­gän­gen.
Und frei­lich hätte ich auch noch andere Bei­spiele erwäh­nen kön­nen wie die VZs, Gesichts­bü­cher, Klings, Bings und Dings die­ser Welt, die sich selbst von ech­ter Knüp­fung sozia­ler und geschäft­li­cher Kon­takte hin zum Online-Straßenstrich degra­die­ren. Ich habe schon soziale Kon­takte geknüpft im Netz, diese Platt­for­men haben bis­lang aber nur meine Zeit verschwendet.

Zum Web 2.0 Allgemein

Man­che haben in Tei­len falsch ver­stan­den um was es mir ging. Es ging mir nicht um die gene­relle Abrech­nung mit den Blog­gern und Com­mu­nities die­ses Uni­ver­sums. Ich nehme auch teil in die­ser Welt, nicht zuletzt mit die­sem Blog, aber ich sehe eine mas­sive Fehl­ent­wick­lung. Und damit habe ich quasi “abge­rech­net”. Manch­mal muß man sich Luft machen und auf den Tisch hauen.

Zu den “Clau­dias” und “Jaquelines”

Frei­lich, letzt­lich ist auch das Web nur der Spie­gel einer Gesell­schaft. Oder wie es Mar­tin Hel­man so schön kommentierte:

Sie betre­ten den vir­tu­el­len Spie­gel der Mensch­heit — erwar­ten Sie nicht zuviel

Also was jetzt? Hände auf den Schoß und akzep­tie­ren, daß das Volk sich jetzt selbst ver­dummt? Ich brau­che kein intel­lek­tu­el­les Elite-Medium, ich unter­halte mich auch gerne. Aber daß die Gül­le­gru­ben des Inter­nets das ohne­hin schon gesun­kene Niveau der Klas­si­schen Medien ins Unter­ir­di­sche sin­ken las­sen, das muß wenigs­tens kri­ti­siert wer­den. Hier wird der Hype zum Selbst­zeck ohne Nut­zen. Meine Lebens­qua­li­tät hat sich wesent­lich durch das Alte Inter­net ver­bes­sert, das Neue ver­geu­det in wei­ten Tei­len nur meine Zeit. Klas­si­sche Medien hat­ten wenigs­tens die Mög­lich­keit etwas zu bewe­gen, auch Situa­tio­nen (poli­tisch und sozial) zu ver­bes­sern — natür­lich nicht immer — das Mitmach-Web lebt doch nur in sich selbst und für sich selbst. Ohne Ziele, ohne Visio­nen und ohne Selbst­an­spruch. Was Social Com­mu­nities sozial macht ist nur deren Bezeich­nung. Es fin­det keine Pro­blem­be­wäl­ti­gung ech­ter sozia­ler Pro­bleme statt, sie wer­den ledig­lich zele­briert.
So sehr es auch so man­chem Indi­vi­dua­lis­ten wider­stre­ben mag, eine Gesell­schaft — online und off­line — braucht eine gewisse Füh­rung, die Ent­wick­lun­gen in eine bestimmte Rich­tung lenkt. Wir brau­chen ja auch eine Regie­rung, mir ist noch keine Anar­chie unter­ge­kom­men, die für einen all­ge­mei­nen Wohl­stand sor­gen konnte. Hierzu gehö­ren unbe­queme Ent­schei­dun­gen und beson­nene Füh­rung. Auch in den Medien. Nicht in Form von Zen­sur, aber in Form von gewähl­ter und durch­dach­ter Berichterstattung.

Zu mei­ner Wortwahl

Nun, ich denke ich habe nie­man­den belei­digt, aber die­je­ni­gen erreicht, die ich errei­chen wollte. Ich nehme kein Blatt vor den Mund, aber ich weiß immer noch um einen gewis­sen Respekt. Hätte ich die­sen Arti­kel nicht pro­vo­ka­tiv geschrie­ben, son­dern lang­wei­lig und honi­gums­maulschmie­rend, hätte nicht einer Notiz davon genom­men, eine Dis­kus­sion hätte nicht statt­ge­fun­den. Im Übri­gen ist das eben meine Art. Ehr­lich­keit tut auch manch­mal weh. Und zwar auch ohne Per­sön­lich zu wer­den. Davon sollte sich manch einer eine Scheibe davon abschnei­den.
Und wie gesagt — ich wollt nie­mals das kom­plette Web 2.0 in Miß­kre­dit brin­gen, aber eben das kri­ti­sie­ren was abso­lu­ter Bull­s­hit ist. Und da sind blu­mige Worte nur kon­tra­pro­duk­tiv. Bei der Mas­sen­ziel­gruppe hätte ich fürs kol­lek­tive Ver­ständ­nis ohne­hin noch aus­fäl­li­ger wer­den müs­sen.
Ich emp­finde mich dabei nicht als über­heb­lich, aber ich defi­niere für mich einen gewis­sen Selbst­an­spruch. Dafür werde ich mich weder schä­men noch entschuldigen.

Zur Recht­schrei­bung

Jaja, es wur­den tat­säch­lich 2 Recht­schreib­feh­ler ent­deckt. Ich habe sogar noch einen Drit­ten gefun­den. Das tu ich auch bei Zeit­schrif­ten, ande­ren Por­ta­len, Pro­dukt­ver­pa­ckun­gen, ja sogar im Copy-Text von Wer­be­an­zei­gen. Bei einem ohne Recht­schreib­prü­fung und ohne Kor­rek­tur­le­sen ver­fass­ten Text zu unchrist­li­cher Urzeit, der etwa zwei­ein­halb DIN-A4-Seiten fül­len würde, kann ich damit leben. In der Schule wäre das viel­leicht eine Vier­tel Note Abzug.
Wovon ich gere­det habe ist der zele­brierte Analpha­be­tis­mus die­ser Nation, der sich in Blogs, Foren und Chats manifestiert.

Zu den Suchmaschinen

Ich habe die­sen Punkt lei­der etwas ver­nach­läs­sigt, fand aber, daß eine Ver­tie­fung zu sehr vom eigent­li­chen Thema ablen­ken würde.
Ich kenne Such­ma­schi­nen noch aus der Zeit, als Yahoo ein Web­ka­ta­log und Markt­füh­rer im Bereich Suche war. Ich kannte noch die Hoch­zei­ten von Alta­vista und die ers­ten Mög­lich­kei­ten das Web tat­säch­lich durch­such­bar zu machen. Ich habe Google als Beta-Version und Geheim­tipp ken­nen­ge­lernt und war begeis­tert, daß es nun auch end­lich mög­lich ist, Web­sei­ten nach qua­li­ta­ti­ven Maß­stä­ben zu beur­tei­len.
Doch bei Google ist schein­bar die Ent­wick­lung irgend­wie ste­hen­ge­blie­ben. Google wurde kopiert, kopiert, kopiert, Yahoo ging gar soweit und lie­ferte für einige Zeit Google-Ergebnisse aus. Keine Inno­va­tio­nen, seit Jah­ren nicht.
Google macht die Infor­ma­tio­nen die­ser Welt ledig­lich zugäng­lich, von Ord­nung sind wir noch weit ent­fernt. Von dem Tag an, wo SEO darin besteht qua­li­ta­ti­ven Con­tent zu erstel­len, von dem Tag an wäre die­ser Punkt erreicht. Im Moment kann ich einen Groß­teil über den scmut­zigs­ten Link­auf­bau für den sinn­lo­ses­ten Con­tent errei­chen wenn es sein muß, wenn auch bei­des inzwi­schen pro­ble­ma­ti­scher wird.
Im Übri­gen fand ich den Vor­schlag von Marc mit den Fil­ter Tools gar nicht mal so schlecht. Eigent­lich sollte Google die ohne­hin mas­sen­weise gesam­mel­ten User­da­ten genau dafür ver­wen­den. Wobei dies dann ver­mut­lich zu einem Zwei-Klassen-Web füh­ren würde. Ein Selbst­an­spruch ans Medium wäre eben­falls nicht gege­ben. Die Katze würde sich in den Schwanz beißen.

Zu SEO

Einer der Gründe für die­sen Arti­kel waren die Fin­ger­zeige, die lei­der momen­tan die SEO-Szene bewe­gen. Bis­lang kannte ich sol­che Umgangs­for­men nur von Clau­dia und Jaque­line, jetzt muß ich sie von eigent­lich sonst gefes­tig­ten SEOs lesen. Als Profi sollte man da drü­ber ste­hen, mich regen Unwis­sen­heit, Des­in­for­ma­tion und Halb­wahr­hei­ten in die­sem Bereich auch auf, und ich finde daß auch hier mas­si­ver Auf­klä­rungs­be­darf besteht, mit Dis­kre­di­tie­rung erreicht man das jedoch nicht.
Daß man sich sich mit Blogs (wenn man es rich­tig macht) einen Vor­teil in den Such­ma­schi­nen ver­schaf­fen kann ist ein Fakt. Daß diese oft­mals bes­ser oder gleich­wer­tig ran­ken wie echte News­por­tale auch.
Es wurde viel nach Bei­spie­len gefragt. Nun ist dies natür­lich nicht ganz so ein­fach ein ver­nünf­ti­ges Bei­spiel zu fin­den, denn bei News von gro­ßem öffent­li­chen Inter­esse wird von den News-Portalen aus­gie­big berich­tet, und diese als Quel­len nun viel­fach ver­linkt (was die Ergeb­nisse auf­grund der momen­ta­nen Ranking-Algorithen extrem ver­fäl­schen würde), bei rei­nen Szenen-News berich­ten keine grö­ße­ren Por­tale. Also habe ich ver­sucht ein Bei­spiel zu fin­den, daß Blogs wie auch News-Portale glei­cher­ma­ßen zu einer ver­hält­nis­mä­ßig kur­zen, rela­tiv wenig beach­te­ten Mel­dung ver­an­läßt, um in etwa einen Ver­gleich zur Vor­liebe der Such­ma­schi­nen zie­hen zu kön­nen:
http://www.google.de/search?q=Google+Nielsen
Ich beziehe mich dabei prak­tisch auf diese Mel­dung.
Das erste deutsch­spra­chige News-Portal fin­det sich auf Platz 10, sonst fast nur Blogs, dazu auch noch Fremd­spra­chige. Als User würde ich das nicht als qua­li­ta­ti­ves Such­er­geb­nis wahr­neh­men. Natür­lich gibt’s auch gegen­tei­lige Bei­spiele, ganz klar, die Blogs bestim­men ja nicht die SERPs die­ser Welt.
Und bitte, dies ist kein Auf­ruf à la “Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung Spe­zia­list”.
Womit wir beim nächs­ten Punkt dazu wären. Mir ist es ehr­lich gesagt ziem­lich Banane, wie die­ser Blog rankt, wie hoch sein Page­Rank ist, oder wie gut er OnPage opti­miert ist. Die­ser Blog ist rei­nes Hobby, ich mach das, weil’s mir unheim­lich viel Spaß macht, nicht mehr und nicht weni­ger. Ich habe kein AdSense drauf, ich habe mich nicht ein­mal um Backlink-Aufbau geküm­mert, und ich habe nicht­mal Lust auf Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung dafür.
Ich mache das schon genug im Tages­ge­schäft, und da ist es mir auch wich­tig, das ist mein Job. Und da schreibe ich meine Skripte und Tem­pla­tes auch selbst, da wird an jedem Faden gezo­gen. Doch nicht in die­sem Blog.
Denn hier — hier freue ich mich über meine Leser und über die Reson­nanz und die Kon­takte die sich dar­aus erge­ben. Das ist mir wesent­lich mehr wert als Traf­fic und ein paar läpp­rige Euros. Hier pro­biere ich viel­leicht auch mal was aus, aber SEO ist für mich unin­ter­es­sant. Ich sende meine Track­backs, klar, weil ich es ein­fach toll finde, wie sich The­men unter­ein­an­der ver­lin­ken las­sen, und frei­lich ist es schön wenn Google diese Links mag. Und auch nofol­lows setze ich hin und wie­der, auch bei Kom­men­ta­ren, zum Spam-Marktplatz soll die­ser Blog schließ­lich auch nicht ver­kom­men. Zudem bin ich nicht bereit voll­wer­tige Links zu geben, im Gegen­zug aber nicht. Das ist Prin­zip.
Auch grobe Feh­ler will ich ver­mei­den und die Inhalte zugäng­lich machen. Da kommt natür­lich auch der SEO in mir durch. Ich kann ja schließ­lich kei­nen Suchmaschinen-Blog machen, auf dem nicht­mal Grund­la­gen beher­zigt wer­den. Aber um Tit­les, Descrip­ti­ons und Keyword-Dichte (da eigent­lich sowieso nie) mache ich mir keine Gedan­ken.
Weil wegen der H1-Überschriften gefragt wurde:
Nein, ich habe mir das hier ver­wen­dete SoSuechtig.de-Theme SEO-technisch nicht­mal ange­schaut. Nach mei­nem Ver­ständ­nis von HTML dürfte hier nicht­mal mehr­fach eine H1 stehen.

Ich kann lei­der nicht allen Kom­men­ta­ren gerecht wer­den, zu sehr unter­schei­den sich die Rich­tun­gen, den­noch bedanke ich mich dafür. Gerne darf auch wei­ter kom­men­tiert wer­den, immer­hin ent­wi­ckelte sich eine ganz inter­es­sante Dis­kus­sion zum Thema.
Gerne auch mal per­sön­lich, falls sich jemand zufäl­lig in der Nähe von Stutt­gart rum­treibt (Handy-Nr. siehe Impres­sum). Die Schwa­ben kön­nen zwar kein Hoch­deutsch (Obacht :D ), aber ein lecker Bier­chen ist immer drin ;)

11. Von Mobbing-Opfern, Mobbing-Tätern und Mobbing-Zaungästen » Off Topic » sumaphil.de schrieb am 08. April 2008 um 23:50

[…] sich der mir bis dato gänz­lich unbe­kannte Daniel L. über Instant-Messenger bei mir auf die­sen Bei­trag hin gemel­det hat. Ich schätze Feed­back auf Arti­kel sehr, hörte mir seine Mei­nung an, und kurz […]

12. Just4Fun schrieb am 14. April 2008 um 19:44

Also ich kann dich gut ver­ste­hen. Ein Wort möchte ich noch zum “Qualitäts-Journalismus” los­wer­den: wenn alle Leser wüss­ten, wie teil­weise bei “ech­ten” Jour­na­lis­ten recher­chiert wird, wür­den ihnen die Haare zu Berge ste­hen. Das liegt nicht daran, dass die Jour­na­lis­ten es nicht könn­ten oder woll­ten. Nein, es liegt daran, dass einem der Job keine Zeit mehr lässt. Nun bitte auch nicht falsch ver­ste­hen: sicher KANN man soviel Zeit auf Recher­che ver­wen­den, wie man möchte. Aber wenns net bezahlt wird? Lässt man es halt. Ergo kann man­cher sorg­fäl­tig recher­chierte Blog-Artikel wert­vol­ler sein, als ein jour­na­lis­ti­scher Arti­kel. Die Beto­nung liegt hier­bei auf “kann”.

13. SEO-Bukkake » Off Topic, SEO » sumaphil.de schrieb am 11. Juli 2008 um 16:15

[…] ist also der­zeit ein belieb­ter Zeit­ver­treib in der Bran­che. Nean­der­tal Reloa­ded sozu­sa­gen. Auch wenn in Gre­tus Bei­trag das ein oder andere Fünk­chen Wahr­heit stecken […]

14. Ein Lebenszeichen vom Frei-Gen'er | Der Frei-Gen Blog schrieb am 16. Juli 2008 um 19:31

[…] anzu­re­gen. Erst heute las ich einen lesens­wer­ten wenn auch mit Sicher­heit nicht 100% kor­rek­ten Bei­trag bei suma­phil, wel­cher mir den viel­leicht nöti­gen Anstoss gege­ben hat, um mei­nen Blog end­lich (seit 6 […]

15. Der Frei-Gen'er schrieb am 16. Juli 2008 um 23:22

Nabend,

ich stell grad ver­wun­dert fest wie “alt” dein Bei­trag ist… wenn ich jetzt noch wüsste ich auf den gekom­men bin, ver­mut­lich über dei­nen inte­ren Track­back, aber egal.

Ins­ge­samt ändert das aber schließ­lich nichts an sei­nem Wert und ich bedanke mich ganz herz­lich für die Inspi­ra­tion, hof­fent­lich halt ich dies­mal län­ger durch :)

Grüsse Der Frei-Gen’er

16. Aufschnürer schrieb am 17. Juli 2008 um 14:38

Zuge­ge­ben, mir hängt die Dis­kus­sion um die Wahr­haf­tig­keit des Web 2.0 schon zum Halse her­aus. Schö­ner Marketing-Gag, das Web nun auch noch mit Ver­si­ons­num­mern zu ver­se­hen. Aber das Inter­net wächst und ent­wi­ckelt sich wei­ter. Wer unbe­dingt einen Kose­na­men dafür benö­tigt, wieso nicht?

Und dass SEO nun auch Sache des klei­nen Man­nes ist, finde ich irgendwie…suboptimal. Jeder “Web­mas­ter” der eine eigene Seite betreibt und wenigs­tens halb­wegs Ahnung von der Mate­rie hat, spürt die­sen Druck, die­ses unbän­dige Ver­lan­gen, seine Seite zu opti­mie­ren. Weil sonst ja die Besu­cher aus­blei­ben. Publi­kums­ma­gnet scheint nicht zwin­gend guter Con­tent zu sein, son­dern gutes SEO. Und dabei muss an zig Schrau­ben gedreht wer­den — Wer bremst, verliert.

Das find ich doof, und die­sen Hype mache ich nicht mehr mit. Ich schreibe quasi nur noch für mich selbst. Und wenn jemand durch die kos­mi­sche Macht Got­tes Googles auf meine Inhalte sto­ßen sollte, so freue ich mich dar­über. Ansons­ten, Wayne…

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