Wir warten aufs Google Phone…

von kralle am 30. Oktober 2007

…wie andere aufs Christ­kind. Die sich in letz­ter Zeit ver­dich­te­ten Gerüchte, beim lange ersehn­ten Google Phone könnte es sich mög­li­cher­weise um ein rei­nes Handy-Betriebssystem han­deln, schei­nen sich zu bestä­ti­gen. Das Wall Street Jour­nal beruft sich auf Infor­ma­tio­nen aus dem unmit­tel­ba­ren Ent­wick­ler­um­feld, nach­dem in den nächs­ten 14 Tagen damit zu rech­nen ist, daß Google sein offen­bar für Mitte des nächs­ten Jah­res geplan­tes Handy-OS offi­zi­ell vor­ge­stellt wird.

Dabei soll es sich um eine für Ent­wick­ler offene Soft­ware han­deln, die ins­be­son­dere die Google-Dienste Search, Google Maps, YouTube und GMail unter einen Hut brin­gen soll. Bis auf YouTube sind ver­gleich­bare Appli­ka­tio­nen bereits heute schon in den meis­ten Handy-Betriebssystemen inte­griert, eine Lösung “aus einer Hand” mit Diens­ten die sie auch im Web nut­zen, könn­ten sicher­lich für viele Ver­brau­cher inter­es­sant erschei­nen.
Neben eini­gen Handy-Herstellern ist Google bereits in Ver­hand­lun­gen mit zahl­rei­chen Mobil­funk­an­bie­tern in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Europa.
Für Google bedeu­tet dies selbst­ver­ständ­lich den Ein­stieg in den attrak­ti­ven Markt für Handy-Werbung, die nur wenig mit den übli­chen Spam-SMS gemein hat. Zudem erwei­tert man die gewon­nen Benut­zer­pro­file aus den Web-Applikationen deut­lich um das mobile Nut­zer­ver­hal­ten.
Für Mobil­funk­be­trei­ber könnte eine sol­che Pro­mo­tion durch ein Unter­neh­men wie Google eine wesent­lich brei­tere Annahme der etwas schlep­pend ver­lau­fen­den Geschäfte mit dem mobi­len Inter­net beim End­ver­brau­cher bedeu­ten.
Ledig­lich die Handy-Hersteller könn­ten damit etwas Eigen­stän­dig­keit ein­bu­ßen müs­sen, schließ­lich war bis­lang auch die jeweils ein­ge­setzte Soft­ware ein Ent­schei­dungs­kri­te­rium beim Handy-Kauf und bot die Mög­lich­keit sich durch inno­va­tive Appli­ka­tio­nen vom Wett­be­werb abzu­he­ben. Aller­dings wer­den PCs auch heute noch mit dem Argu­ment “Intel Inside” ver­kauft, indem man so den Image­trans­fer einer bekann­ten Marke ausnutzt.

Betriebssystem-Konkurrenten wie z. B. Micro­soft mit Win­dows Mobile wer­den hier eine dicke Kröte zu Schlu­cken haben. Win­dows konnte sich auf dem Handy-Markt nie wirk­lich rich­tig eta­blie­ren, und war inbe­son­dere im weit ver­brei­te­ten unte­ren und mitt­le­ren Preis­seg­ment äußerst sel­ten vertreten.

Ich befürchte fast, daß Han­dys mit Google-OS vom Ver­brau­cher sehr gut ange­nom­men wer­den könn­ten, und Google sich auch im mobi­len Markt eine breite Domi­nanz auf­baut. Auch der Gedanke an eine offene Soft­ware behagt mir nicht so ganz, so fin­det sich auf mei­nem Handy — nach mei­nem PC — doch die höchste Kon­zen­tra­tion mei­ner per­sön­li­chen Daten. Diese aus­ge­rech­net auch noch Google und poten­zi­el­len Hackern bereit­zu­stel­len läßt mich erschaudern.

GD Star Rating
a Word­Press rating system

Popu­la­rity: 2%

Ähnli­che Beiträge:

  1. Google Android

{ 2 Kommentare… lies sie unten oder füge einen hinzu }

jan Dezember 20, 2009 um 22:42

So richtig toll war es aber nicht….

Antworten

Michael März 19, 2010 um 10:49

Das Iphone, der Blackberry und nun das Android.
Allesamt sehr gute Smartphones mit einer unglaublichen Funktionsvielfalt.

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Comments will be sent to the moderation queue.

{ 3 Trackbacks }

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: