Gestern erschien mit 2.6.1 mal wieder eine neue WordPress-Version. Und da ich solche Updates scheue wie der Teufel das Weihwasser (“never change a running system”), habe ich die Info wie immer einfach hingenommen, und gehofft, daß mir keine Sicherheitslücke jemals zum Problem wird. Insbesondere den Sprung auf 2.5, der anscheinend vielerseits auch problembehaftet war, habe ich gescheut, und so hatte ich Blogs in frühen 2er Versionen immer noch am Laufen.
Im SEO-Chat erwähnte dann Axel beiläufig, daß es wohl ein Auto-Update-Plugin gäbe, etwas das ich schon lange gesucht habe, denn unabhängig vom generellen Update-Risiko, habe ich den nicht ganz unerheblichen Aufwand für die ständigen Updates gescheut.
Meiner Ansicht nach gehört eine solche Funktion ohnehin in jede vernünftige Software.
Schlußendlich habe ich mir dann also das WordPress-Automatic-Upgrade-Plugin angesehen, und konnte damit tatsächlich innerhalb von ein paar Minuten ein WordPress-Update ohne große Bauchschmerzen durchführen.
Das Plugin erstellt zunächst ein Dateien– und Datenbank-Backup, lädt sich anschließend die jeweils aktuellste WordPress-Version herunter und installiert diese.
Wie gewohnt klappt das leider wohl nicht bei allen Installationen so reibungslos, in 2 Fällen konnte das Plugin WordPress nicht in den “maintenance mode” setzen. Abhilfe schaffte dann ein komplettes CHMOD 777 über alle Dateien und Verzeichnisse (bitte anschließend wieder auf 644 setzen).
Leider ist momentan auch die Funktion für die jeweils sprachspezifischen Versionen noch nicht aktiv, was sich allerdings relativ leicht beheben läßt (geht allerdings nur bei allow_url_fopen ON), indem man in der Datei “wordpress-automatic-upgrade.php” die Zeile 1033
$downloadURL = 'http://wordpress.org/latest.zip';ersetzt mit
$downloadURL = 'http://static.wordpress-deutschland.org/de-edition/latest.zip';Zumindest bei mir hat’s hingehauen.
Alles in Allem muss ich sagen, daß das WordPress Automatic Upgrade eines der besten WordPress-Plugins ist, das mir je untergekommen ist, und das ich — trotz dem kleinen 777-Bug — nur weiterempfehlen kann!
Update
Der Workaround für die deutsche Version macht offenbar z. T. Probleme. Besser also mit der Englischsprachigen updaten, und anschließen noch manuell die deutsche Sprachdatei hochschieben.
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Das mit den 777 ist kein Bug, das ist zwingende Vorrausetzung. Denn damit gibt du den Webserver, in dessen Berechtigungs-Kontext Wordpress läuft, das Recht das Update durchzuführen. Schöne Sache wenn man vergisst das 777 zurückzunehmen, dann hat man bei der kleinsten Sicherheitslücke gleich die Script-Kiddies auf dem Server.
Jein, es hängt wohl tatsächlich von der Serverumgebung ab. Es klappte z. T. auch ohne komplettes 777, da das Skript auch über FTP-Protokolle läuft. 777 ist hauptsächlich für das Umschalten in den “maintenance mode”, also den Wartungsmodus notwendig gewesen.
Zurückschalten auf 644 ist aber natürlich unbedingt notwendig (Ausnahmen wie Upload-Verzeichnis etc. nicht berücksichtig).
Öhhhhh, …
777 – 644 —???
Also, wenn man so einen Blog gerade ins Leben gerufen hat, und wenn man mit dem ganzen tech-kram keinen Plan hat…
Dann muss man jemanden anheuern?
Oder gibts da eine deutsche Anleitung zum Updaten?!?