28. August 2009

Google AdSense öffnet sich für Drittanbieter

Nach ein wenig arbeits-, keine-Lust-, urlaubs– und serverumzugs-bedingten Absti­nenz melde ich mich zurück :)

Ich bin etwas ver­wun­dert nach­dem mich heute eine E-Mail von Google AdSense erreichte, die für Google nun doch ziem­lich unty­pisch ist, die deut­sche SEO-Szene aber schein­bar kaum Notiz davon nahm:
Google öffnet sein Content-Netzwerk offen­bar auch für wei­tere Wer­be­netz­werke, auch sol­che mit ähnli­cher Tech­no­lo­gie wie bei AdSense. Ledig­lich Jojo und dem Google­Watch­Blog war dies eine Kurz­mel­dung wert.
Dabei ist die­ser Vor­gang für Google eigent­lich höchst unge­wöhn­lich. All­ge­mein öffnet sich Google nur äußerst sel­ten nach Außen, schon gar nicht in sei­nem Kern­ge­schäfts­feld AdWords bzw. AdSense.

Doch was hat es damit auf sich? Schließ­lich liegt die Ver­mu­tung nahe, daß Google sich damit die eigene Kon­kur­renz ins Haus holt. Macht das Sinn?

Ja! Denn auch wenn Google den Erfolg des Content-Werbenetzwerks stets betont — im Ver­gleich zum Such­netz­werk sind die Con­ver­si­ons i. d. R. deut­lich schlech­ter, was viele Wer­be­trei­bende nach wie vor dazu ver­an­laßt, Kam­pa­gnen im Con­tent­netz­werk nur spo­ra­disch, mit nied­ri­ge­ren Klick­prei­sen oder erst gar nicht lau­fen zu las­sen.
Die Folge? Deut­lich gerin­gere Ein­nah­men auf­grund des gerin­ge­ren Bie­ter­wett­be­werbs und ver­schenkte Reich­wei­ten.
Denn letzt­lich macht Google hier nichts Ande­res, als sich mit die­sem geschick­ten Schach­zug mehr Bie­ter in das AdSense-Gebotsverfahren zu holen, was letzt­lich die Klick­preise in die Höhe treibt, sofern man auch im Con­tent­netz­werk beste­hen möchte. Gleich­zei­tig stei­gern sich die Ein­nah­men für die AdSense-Publisher, sowie deren Bin­dung an die Refi­nan­zie­rung via AdSense. Mit­tel­fris­tig könnte diese Maß­nahme sogar die Wett­be­wer­ber bei content-sensitiver Wer­bung deut­lich schwä­chen, denn aus Sicht der Publis­her sinkt deren eins­ti­ger USP.

In der E-Mail spricht Google ganz unver­blümt davon, daß “die Anzeige, durch die der Publis­her die höchs­ten Ein­nah­men erzielt” gewinnt, sprich der Umsatz für alle Betei­lig­ten steigt, es geht also um nichts Ande­res als Umsatz­ma­xi­mie­rung und den Gewinn von Marktanteilen.

Aber es ist auch eine kleine Kapi­tu­la­tion. Ins­be­son­dere in Nischen ist die Aus­beute via AdSense immer noch unat­trak­tiv, spe­zia­li­sierte Wer­be­netz­werke und Affiliate-Programme haben hier oft die Nase vorn. Und in eben die­sen Berei­chen konnte Google bis­lang nie rich­tig Fuß fas­sen. Mit der Ein­ho­lung von Dritt­an­bie­tern ver­spricht man sich offen­bar auch hier einen nen­nens­wer­ten Markteintritt.

Alles in Allem könn­ten hier­von v. A. die AdSense-Publisher pro­fi­tie­ren, kon­kur­rie­rende Wer­be­netz­werke — trotz der Erhö­hung der Reich­wei­ten — mit­tel­fris­tig eher die Ver­lie­rer, es wird also span­nend werden.

Die Ände­run­gen sind übri­gens auch in mei­nem deut­schen AdSense-Konto bereits live, wel­che Netz­werke spe­zi­ell in Deutsch­land ein­ge­bun­den wer­den könn­ten — dazu hält sich Google bis­lang bedeckt. Immer­hin blo­cken kann man sie schon:

adsense-werbenetzwerke

Auch die AdWords-Hilfe wurde dies­bzgl. bereits aktua­li­siert. Scheint also mehr als nur eine der übli­chen Google-Betas zu sein.

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02. April 2009

Sanjay Sauldie — Warum ich meine Meinung geändert habe

Bitte beach­ten:

Wei­ter unten fin­det ihr einen Arti­kel, der nicht mehr meine aktu­elle Mei­nung und mei­nen jet­zi­gen Kennt­nis­stand wider­spie­gelt. Er steht dort nur der Voll­stän­dig­keit hal­ber, um einen Vor­gang nicht aus dem Zusam­men­hang zu rei­ßen, und weil ich auch zu Feh­lern und unrich­ti­gen Mei­nun­gen stehe. Er wird aber inhalt­lich nicht immer gerecht, zudem sollte die­ser nur im Zusam­men­hang mit den anschlie­ßen­den Kom­men­ta­ren betrach­tet wer­den.
Beson­ders ent­schul­di­gen möchte ich mich für die (unbe­ab­sich­tigte) Belei­di­gung der Reli­gio­si­tät von Herrn Saul­die. Nicht aus poli­ti­cally cor­rect­ness, son­dern weil ich selbst dies als per­sön­li­che und schlimme Belei­di­gung emp­fin­den würde. Das mag nicht jeder nach­voll­zie­hen kön­nen, muss er aber auch nicht.

Warum habe ich meine Mei­nung geändert?

Nun, mein ers­ter Ein­druck von Herrn Saul­die war ein sehr Schlech­ter muß ich sagen. Er urteilte sehr pau­schal (und auch sehr schlecht) über Agen­tu­ren und stellte das Thema Such­ma­schi­nen­mar­ke­ting der­art ver­ein­facht dar, daß er auf mich wie einer die­ser vie­len “Online-Gurus” mit wenig Back­ground aber dafür dicker Brief­ta­sche wirkte. Ich fühlte mich damit auch sehr per­sön­lich ange­grif­fen. Seine Web­site und auch einige der ange­führ­ten Refe­ren­zen wir­ken auf einen Profi natür­lich eher wenig auf­re­gend, zumin­dest aus dem rei­nen Blick­win­kel von Pro­fis. Wir ken­nen alle diese Heiliger-Gral-Finder, die zwar wenig mit fach­li­cher Kom­pe­tenz beste­chen, dafür aber umso mehr mit Selbstvermarktung.

Gut, ich also Schub­lade auf, Blog­bei­trag ver­fasst, Schub­lade zu. Meist ist dies auch nicht die fal­sche Schub­lade, aber ich lasse mich gerne eines Bes­se­ren beleh­ren.
Danach war es eigent­lich ein paar Wochen recht ruhig, bis dann Anfang letz­ter Woche ein paar zwei­fel­hafte Kom­men­tare auf den Bei­trag ein­tru­del­ten, die dann plötz­lich einen Stein ins Rol­len brach­ten. Als dann die WOTR diese Woche die Ange­le­gen­heit auf­grif­fen, kam es zu eini­gen durch­aus kon­tro­ver­sen Mei­nun­gen.
Auch bei mir per­sön­lich ver­schlech­terte sich das Bild von Herrn Saul­die noch eher, als daß es sich verbesserte.

Von daher war ich umso posi­ti­ver über­rascht, als er sich per­sön­lich mit einem — wie ich finde — fai­ren und sach­li­chen Kom­men­tar zu Wort mel­dete. Ich schätze eine sol­che Art und Weise der Reak­tion. Meist wird in die­ser Bran­che in teil­weise noch viel harm­lo­se­ren Fäl­len gleich zur Rechts­keule gegrif­fen. Ehr­lich gesagt hatte ich auch fast schon damit gerech­net.
Eben das ist nicht pas­siert, son­dern Herr Saul­die suchte den direk­ten Kon­takt auf sach­li­cher Ebene. Find ich gut. Ganz ehr­lich. Von daher fiel auch meine Reak­tion ähnlich sach­lich aus.
Heute kom­men­tierte Herr Saul­die noch­mals ähnlich sach­lich und mel­dete sich — noch bevor ich ant­wor­ten konnte — im Laufe des Tages per Tele­fon. Allein dies hat mich wie­derum posi­tiv über­rascht, Men­schen die etwas zu ver­ber­gen haben suchen meist sel­ten den per­sön­li­chen Kon­takt (außer Pseudo-VW-Opfer, aber ande­res Thema ;) ). Wie­der ein­mal — Dau­men hoch, tolle Reak­tion!
Aber auch der Gesprächs­in­halt. Wir haben uns wirk­lich sach­lich und fair unter­hal­ten, auch die kri­ti­schen Punkte ange­spro­chen. Wir haben uns über Sach­the­men unter­hal­ten, und ich muß auch mei­nen Ein­druck von dem feh­len­den fach­li­chen Back­ground berich­ti­gen. Herr Saul­die ist gut infor­miert und hat ein — auf mich zumin­dest so wir­ken­des — lei­den­schaft­li­ches Inter­esse an dem Thema. Frei­lich geht er nicht der­art in die Tiefe wie pro­fes­sio­nelle SEOs es tun. Um das nach­voll­zie­hen zu kön­nen mußte ich auch erst­mal die eige­nen Scheu­klap­pen (ich hätte nie gedacht jemals seo-united.de zu refe­ren­zie­ren ;) ) able­gen und die Betriebs­blind­heit abstel­len, ja mich vom eige­nen Tel­ler­rand entfernen.

Und ich muß sagen, objek­tiv betrach­tet ver­folgt San­jay Saul­die einen nicht unin­ter­es­san­ten Ansatz: das (durch­aus sehr kom­plexe und oft sehr tech­ni­sche) Thema Online Mar­ke­ting einer Ziel­gruppe näher­zu­brin­gen, für die das ein Buch mit Sie­ben Sie­geln ist, oder aber oft auf inner­be­trieb­li­chen Wider­stand stößt. Ich glaube man könnte sich es unge­fähr so vor­stel­len, sei­ner Groß­mut­ter zu erklä­ren warum ihr twit­tert ;)
Sprich er bricht kom­plexe Vor­gänge der­art ver­ein­facht her­un­ter, daß natür­lich auch der inhalt­li­che Anspruch, wie die Meis­ten von uns ihn gerne ver­fol­gen, teil­weise auch ver­lo­ren geht. In die­sem Falle muß er das auch. Ob lei­der oder nicht ist Geschmacks­sa­che, ich finde es jeden­falls einen (wirk­lich) inter­es­san­ten Ansatz.

Ich glaube mit sol­chen Ziel­grup­pen sind wir rela­tiv sel­ten kon­fron­tiert, denn das sind die Ent­schei­der, die beim ers­ten Call den Hörer auf die Gabel legen.
Sein Inter­esse besteht auch nicht darin selbst SEO-Leistungen zu ver­kau­fen, er tritt hier eher ver­mit­telnd und bera­tend auf.

Jeden­falls hat­ten wir ein sehr lan­ges und gutes Gespräch (das ich hier ohne­hin nur anrei­ßen kann), und ich finde, daß es durch­aus berech­tigt ist, San­jay Saul­dies Aus­sa­gen und Auf­tre­ten dif­fe­ren­zier­ter zu betrach­ten, und ihm auch ein offe­nes Ohr zu schen­ken. Frei­lich lie­fen ein paar Dinge nicht so dolle, wie z. B. besagte Kom­men­tare, den­noch hat sich mein Gesamt­bild von ihm sehr zum Posi­ti­ven hin ver­än­dert.
Übri­gens war die­ses State­ment meine ganz per­sön­li­che Ent­schei­dung, und geschah nicht etwa auf eine Bitte oder gar Andro­hung hin. Nur bevor noch ein­mal der Ein­druck ent­ste­hen sollte ich würde ein­kni­cken oder gar knei­fen. Ich kor­ri­giere mich gern wenn ich ein­mal falsch gele­gen haben sollte, ins­be­son­dere zum Posi­ti­ven hin. Und dazu stehe ich auch gerne.

Ich würde mich per­sön­lich sehr freuen, San­jay Saul­die auf einem der nächs­ten Bran­che­nevents zu tref­fen, und ich hoffe der Ein oder Andere schließt sich mir an.

Heute führte mich mein Weg mit ein paar Kol­le­gen auf die swiss-online-marketing in Zürich, zu der ich auch vorab für die Mes­se­zei­tung einen klei­nen Arti­kel ver­fasst habe.

Eigent­lich eine ganz nette Messe, rela­tiv klein gehal­ten, und erstaun­li­cher­weise ist der schwei­zer Online-Marketing-Markt teil­weise echt noch in der Ent­ste­hungs­phase. Sehr span­nend und inter­es­sant. Inter­es­sant v. A. auch, weil Pseudo-Experten wie ein gewis­ser San­jay Saul­die von einem “Inter­net Marketing-Institut” ver­su­chen mit wis­sent­li­chen Falsch­in­for­ma­tio­nen Kun­den das Geld aus der Tasche zu zie­hen für Wis­sen, daß in unse­ren Gefil­den bereits seit Jah­ren alle­mal für ein müdes Lächeln sor­gen würde.

Gefähr­lich wird das Ganze aber dann, wenn Leute wie San­jay Saul­die auf Marketing-Verantwortliche tref­fen, denen (noch) das nötige Know-How fehlt, um des­sen Aus­sa­gen für nicht mehr als einen net­ten April-Scherz zu halten.

Denn Eines kann der San­jay Saul­die: Ver­kau­fen, ver­kau­fen, ver­kau­fen. Aus Scheiße Stroh Gold machen. Bau­ern fan­gen.
Ein Auf­tritt in tra­di­tio­nel­lem indi­schen Kos­tüm, und eine pro­vo­kante Rede­füh­rung — der Herr Saul­die weiß wie er Leute um ihr Geld bringt. In Rhe­to­rik feh­ler­frei, inhalt­lich intelligenzbeleidigend.

Glück­li­cher­weise musste ich dem Herrn Saul­die nur wenige Minu­ten zuhö­ren, gut­mei­nende Kol­le­gen hiel­ten mich mit ehr­li­che­ren Din­gen wie küh­ler Cola oder einer Ziga­ret­ten­pause davon ab die­ser Mär­che­n­epi­sode noch mehr Lebens­zeit zu verschwenden.

Lei­der kann ich nur auf ein Gedächt­nis­pro­to­koll zurück­grei­fen, inhalt­lich ändert daß aber nicht viel an Aus­sa­gen wie:

  • “Sie müs­sen nur Ihre Tit­les ver­än­dern für ein gutes Ran­king” — Ja nee is klar, Google hat ja nur über 99 wei­tere Ranking-Kriterien, und Links und Inhalte sind natür­lich völ­lig überbewertet.
  • “Keine Online-Marketing-Agentur kann Ihnen die für Sie rich­ti­gen Key­words nen­nen” — Stimmt, die dre­hen alle Däum­chen, und wür­feln Kam­pa­gnen mit Mil­lio­nen von Key­words aus.
  • “Ver­wen­den Sie keine Marken-Domain, son­dern eine Keyword-Domain, bzw. zusätz­lich Keyword-Domains” — Rich­tig, die größ­ten und erfolg­reichs­ten Internet-Unternehmen (Google, ama­zon, eBay usw.) machen alle etwas grund­sätz­lich falsch (suchmaschine.de, buecher.de, online-auktion.de, die haben doch alle keine Ahnung!), und Dup­li­ca­ted Con­tent ist ja ohne­hin nur ein Gerücht.
  • “Online-Marketing-Agenturen machen keine Fort­bil­dun­gen” — Ich liebe Pau­schal­aus­sa­gen. Ist ja auch nicht so, als ob alle gro­ßen Agen­tu­ren mehr­fach im Jahr Schu­lun­gen bei Google absol­vie­ren, sowie fort­wäh­rend interne Schu­lungs­maß­nah­men durch­füh­ren, abge­se­hen von meist sehr kurz­fris­ti­gem und direk­tem Informationsmanagement.

Ach stimmt, das Pseudo-Institut von San­jay Saul­die bie­tet ja auch selbst Schu­lungs­maß­nah­men an. Ein Schelm wer Böses dabei denkt…

In Deutsch­land hät­ten Schar­la­tane wie San­jay Saul­die wohl kaum eine Chance. Ver­mut­lich würde sich Herr Saul­die des­halb wohl auch nie trauen eine Podi­ums­dis­kus­sion vor ver­sier­tem deut­schem Publi­kum zu füh­ren. Heute hätte ich dazu große Lust gehabt, eigent­lich habe ich sie immer noch. Also San­jay Saul­die, wie wär’s?

Ver­mut­lich hat aber nicht­mal der Gan­ges genug Was­ser, um die­sen Mist von der Bild­flä­che wegzuschwemmen…

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04. Januar 2009

Vorsicht vor AdWords-Phishing!

Nach­dem ich in die­sem (bzw. letz­tem) Jahr weder Zeit noch Lust für die übli­chen Fei­er­tags­wün­sche hatte:

Erst­mals noch eine schöne (Rest-)Weihnachtszeit und ein Fro­hes und erfolg­rei­ches Jahr 2009!

Weni­ger erfreu­lich sind die Infos, die mir ein Kol­lege freund­li­cher­weise zukom­men ließ:

Bei einer nor­ma­len Google-Suchanfrage zum Key­word “AdWords” stieß er vor ein paar Tagen auf fol­gende Anzeigen:

AdWords SERPs

Ent­schei­dend ist das dritte Ergeb­nis (bzw. das Erste in der rech­ten Spalte) der Anzei­gen. Hier wird mit einer Anzeige-URL gewor­ben, die auf den ers­ten Blick wie eine offi­zi­elle Google-Domain wirkt. “adwords-google.com” scheint dort zu ste­hen, genauer betrach­tet lau­tet diese aber “advvords-google.com”, also mit zwei “v” anstelle eines “w” geschrie­ben. In der Google-Standard-Schrift Arial erkennt man prak­tisch kei­nen Unter­schied, der Power-User mag sich viel­leicht noch kurz dar­über wun­dern, warum der Begriff “AdWords” nur in der Über­schrift gehigh­ligh­ted ist, in der Anzeige-URL aber nur der Wort­be­stand­teil “ad”. Auch die Ziel­seite wirkt rela­tiv unscheinbar:

AdWords Phishing

Prak­tisch 1:1 der eng­lisch­spra­chi­gen AdWords-Login-Seite nach­emp­fun­den. Mit einem Unter­schied:
Diese Seite (bzw. etwas unge­wöhn­li­che Domain) gehört weder zu AdWords, noch zu Google, son­dern ist ein geschickt getarn­ter Phishing-Versuch, um an die Login-Daten von AdWords-Kunden zu gelangen.

Mitt­ler­weile ist die Domain nicht mehr erreich­bar (war ohne­hin WHOIS Pro­tec­ted), und auch diese oder ähnli­che Anzei­gen tau­chen nicht mehr in den Such­er­geb­nis­sen auf. Den­noch war die gefähr­li­che Phishing-Anzeige über zumin­dest ein paar Stun­den erreichbar.

Bei Google selbst hielt man es offen­bar jedoch nicht für nötig, seine Kun­den über die­sen gefähr­li­chen Phishing-Versuch zu infor­mie­ren. Es ist ja auch pein­lich, wenn sich sol­che Anzei­gen pro­blem­los in das AdWords-System ein­spie­len las­sen, und die eige­nen so oft pro­kla­mier­ten Qualitäts-Richtlinien sich als Schall und Rauch her­aus­stel­len wür­den.
Daß soet­was mög­lich ist war mir schon lange bekannt, zu löch­rig ist das AdWords-System, zu leicht las­sen sich die wäss­ri­gen Sicher­heits­me­cha­nis­men umge­hen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich Kri­mi­nelle die­ser Sicher­heits­lö­cher bedie­nen um Kasse zu machen, gedeckt von der bekannt arro­gan­ten und restrik­ti­ven Infor­ma­ti­ons­po­li­tik sei­tens Google.
Dabei wäre es ein Leich­tes, sol­che offen­sicht­li­chen Betrugs-Versuche zu stop­pen, Stop­words wie wich­tige Ver­tip­per oder die Her­an­zie­hung der ohne­hin schon vor­han­de­nen Aus­wer­tung der Ziel­seite. Auch eine offi­zi­elle Warn­mel­dung ist bes­ser als ein Echo aus der Presse oder Blo­go­sphäre — selbst Micro­soft hat das inzwi­schen erkannt.

Nach­dem es sich um eine eng­lisch­spra­chige Anzeige und Ziel­seite han­delte, kann man davon aus­ge­hen, daß diese Anzeige prak­tisch welt­weit geschal­tet wurde und auch erschien. Ich möchte gar nicht wis­sen, wie­viele ahnungs­lose AdWords-Kunden hier ihre sen­si­blen Login-Daten preis­ga­ben im Ver­trauen auf ein ver­meint­lich siche­res Sys­tem. Vom finan­zi­el­len Scha­den ein­mal abge­se­hen. Nach­dem Google nun auch kaum nach­prü­fen kann, wel­che Kun­den davon betrof­fen waren, und man keine offi­zi­elle War­nung her­aus­gab, dürf­ten viele immer noch nicht wis­sen, daß sich mög­li­cher­weise Fremde auf Ihre Kos­ten bei AdWords bedient haben oder immer noch bedie­nen. Will­kom­men in der wund­ba­ren Monopol-Welt von Google…

Im Zwei­fels­fall: umge­hend Pass­wort ändern! Und in Zukunft: Augen auf beim AdWords-Kauf ;)
M. W. hat sich an den Sicher­heits­me­cha­nis­men nichts geän­dert, und sol­che Phishing-Versuche könn­ten prak­tisch jeder­zeit wie­der­holt werden.

Ich hoffe von euch hat’s kei­nen erwischt und ihr habt einen wei­ter­hin erfreu­li­chen Start ins Neue Jahr :)
Gebt die Info viel­leicht auch wei­ter an Kol­le­gen, Freunde und Bekannte, die auch AdWords betrei­ben, ins­be­son­dere an die eher uner­fah­re­nen User.

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10. Dezember 2007

Google 1984

Nein, so alt ist Google wirk­lich nicht. Aber George Orwells Roman “1984” könnte nicht tref­fen­der die neuen Google-DoubleClick-Pläne beschreiben.

An Content-basierte Wer­bung à la AdSense haben wir uns ja bereits gewöhnt, ja, wir fan­den sie toll und revo­lu­tio­när. Auch an Beha­vio­ral Tar­ge­ting (Tracking des User-Verhaltens, z. B. für per­so­na­li­sierte Pro­dukt­vor­schläge) des Vor­rei­ters ama­zon haben wir uns gewöhnt, und das ein oder Andere dadurch letzt­lich auch gekauft.

Aber — beide hat­ten ihre Gren­zen, und das war auch gut so! AdSense-Anzeigen bezo­gen sich immer auf die Web­site, die gerade besucht wird, bzw. AdWords auf das gerade gesuchte Key­word. Bei ama­zon mußte man ein­ge­loggt sein, oder zumin­dest ein aktu­el­les Coo­kie haben, zudem beschränkte sich das ganze Ver­hal­ten auf das Ange­bot des Bücherhändlers.

Was aber Nordamerika-Werbechef Tim Arm­strong nun ver­laut­barte, dürfte jedem Daten­schüt­zer schwer im Magen lie­gen. Mit Dou­ble­Click sol­len künf­tig detail­lierte und sei­ten­über­grei­fende User-Profile erstellt wer­den, anhand derer sich wie­derum die aus­ge­lie­fer­ten Google-Anzeigen orientieren.

Das würde bedeu­ten, daß ich heute was im Erotik-Shop bestelle, und mor­gen bei der Suche nach “Online-Shop” lau­ter Anzei­gen über die neu­es­ten Dil­dos, Gleit­cremes und Penis­ringe aus­ge­lie­fert bekomme.
Macht sich prima auf Mehrbenutzer-PCs…

Ich kann mir kaum vor­stel­len, daß diese Ankün­di­gung dem Kar­tell­ver­fah­ren zur DoubleClick-Übernahme zuträg­lich sein wird, eigent­lich hoffe ich es sogar.

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21. November 2007

Die AdSense-Heuchelei

Wie bereits erwähnt, wollte ich mich noch etwas näher mit den jüngs­ten Ände­run­gen im Google AdSense Pro­gramm befassen.

Google geht nun also her, und wer­tet — anstatt wie bis­her — sämt­li­che Klicks auf die Wer­be­flä­che, nur noch sol­che auf den Title und die Adresse inner­halb einer Anzeige. Um “ungül­tige” und “ver­se­hent­li­che” Klicks zu ver­mei­den, wie es heißt.

“Ver­se­hent­lich” ist ja noch ein­deu­ti­ges Voka­bu­lar. Es geht darum, daß Klicks nicht dadurch ent­ste­hen, daß der User “aus Ver­se­hen” irgendwo auf die Bild­schirm­flä­che klickt, und die­ser Bereich gerade zufäl­lig eine AdSense-Anzeige ist, bzw. fin­dige Publis­her nahe der Anzeige Ele­mente wie z. B. Bil­der, Online-Games oder Navi­ga­ti­ons­be­rei­che plat­zie­ren, die gemein­hin zu einem Klick anni­mie­ren. Es soll auch User geben, die instink­tiv kli­cken, sobald sich der Maus­zei­ger in eine Hand ver­wan­delt. Nun gut, Mün­dig­keit geht nicht immer mit Intel­li­genz ein­her. Das ist das gesell­schaft­li­che Risiko.

Was “gül­tig” und was “ungül­tig” ist, bestimmt meist der, der die Regeln auf­stellt. In die­sem Falle also Google. In einem funk­tio­nie­ren­den Wett­be­werb erfor­dern sol­che ein­schnei­den­den Regel­än­de­run­gen Über­zeu­gungs­ar­beit, Kom­mu­ni­ka­tion, Pre-Tests, Post-Tests, Nach­bes­se­run­gen, Kom­pro­misse und sind fast immer mit nicht uner­heb­li­chen Kos­ten für inten­sive PR-Arbeit und oft auch mit Umsatz­ein­bu­ßen ver­bun­den.
Google hat die Regeln eben ein­fach mal so geän­dert. Hugh, der Häupt­ling hat gespro­chen, und die India­ner sin­gen sein Lied. Die India­ner die das Feu­er­was­ser brin­gen, und die India­ner die das­selbe sau­fen kon­sum­mie­ren gleichermaßen.

Und auch die Alpha-, Beta– und Gamma-Blogger die­ser unse­ren Online-Marketing-Welt bei­ßen nicht die Hand, die sie mit­un­ter füt­tert. Wenn das Blut im Magen ist, fehlt es eben im Gehirn.
Schließ­lich tut Google end­lich was, um den Traf­fic aus dem Wer­be­netz­werk zu ver­bes­sern, und wer das kri­ti­siert, kann natür­lich nur zur Gat­tung der Spam­mer gehö­ren. “With us or with the ter­ro­rists ähhh spammers”…

Doch wer hat es erst ermög­licht, Wer­be­ban­ner der­art naht­los in den eige­nen Con­tent zu inte­grie­ren, daß sich diese — ganz im Gegen­satz zu den übli­chen Auf­la­gen, die für sämt­li­che ande­ren Medien (auch Online) gel­ten — sich nicht mehr ein­deu­tig vom redak­tio­nel­len Teil abhe­ben? Wer erlaubt es denn, daß sogar Rah­men– und Hin­ter­grund­farbe der Anzei­gen mit der Hin­ter­grund­farbe des Wer­be­me­di­ums iden­tisch sein kön­nen, ohne sich wenigs­tens mit ein­fachs­ten gra­fi­schen Mit­teln davon abzu­he­ben? Wer tole­riert denn immer noch Sei­ten, die aus­schließ­lich für Klick­outs auf AdSense-Anzeigen gemacht wur­den, und sogar soge­nann­tes “Blen­ding” in nicht uner­heb­li­chem Aus­maß? Wer gestat­tet es denn, daß nach ein­ma­li­ger Anmel­dung, Wer­be­mit­tel auf sämt­li­chen Web­sei­ten unge­prüft ein­ge­setzt wer­den dür­fen, sogar auf Domains, die es aus Qua­li­täts­grün­den nicht­mal in den orga­ni­schen Google-Index schaffen?

Frei­lich, die Gefahr durch Miß­brauch sei­nen Account auf Lebens­zeit zu ver­lie­ren ist vor­han­den, doch die Gül­le­gru­ben des Webs dür­fen ihren Fäkal-Content wei­ter­hin mit AdSense-Werbebotschaften berei­chern (was in die­sem Falle sogar im Sinne des Wor­tes stimmt). Da bin selbst ich froh, wenn ich ich die­ses Prekariats-Entertainment durch einen schnel­len AdSense-Klick ver­las­sen darf. Und wenn ich selbst die Anzei­gen dafür bezah­len müsste.

Wel­chem Ver­mark­ter würde man denn Serio­si­tät sug­ge­rie­ren, wenn die­ser es erlaubt, Anzei­gen unge­prüft und unkon­trol­liert auf jeder erdenk­li­chen Web­site zu inte­grie­ren, und diese auch noch ver­gü­tet? Wel­chem Ver­mark­ter würde man denn seine Kam­pa­gnen anver­trauen, ohne ein Min­dest­maß an Kon­trolle und Qua­li­täts­si­che­rung zu haben?

Das Übel wird mal wie­der nicht bei den Wur­zeln gepackt, der Buchs­baum wird ein­fach zurecht geschnit­ten. Schließ­lich will man ver­kau­fen und nicht gärtnern.

Aber was ist das Resul­tat? Die Anzei­gen haben letzt­lich noch stär­ker den Cha­rak­ter “ech­ter” Inhalte. Das Unter­stri­chene (also der Title) und die Web-Adresse sind Klick­bar, Text erscheint wie Text, Hin­ter­grund wie Hin­ter­grund. Die Tar­nung wurde per­fek­tio­niert anstatt ent­schärft. Ledig­lich die Sta­tus­zeile des Brow­sers wird noch nicht mani­pu­liert. Selbst erfah­re­nere User dürf­ten so ihre Pro­bleme haben, diese Anzei­gen als sol­che zu erken­nen.
Im Übri­gen schreibt Google den Web­mas­tern vor, ver­gleich­bare (klas­si­sche) Text­an­zei­gen ein­deu­tig als sol­che zu kenn­zeich­nen, zu über­schrei­ben, und mit einem selbst erfun­de­nen Attri­but zu ver­se­hen und zu ent­wer­ten. Man­che sind eben gleicher…

Aus eige­ner Erfah­rung muß ich berich­ten, daß sich die Klick­rate seit der Ein­füh­rung merk­bar erhöht hat, auch andere Mei­nun­gen bestä­ti­gen dies, auch wenn es natür­lich gegen­tei­lige Erfah­rungs­be­richte gibt. Dies bestä­tigt mich nur noch mehr darin, daß Google mit die­ser Ein­füh­rung nicht etwa im Sinne der eige­nen Kunschaft han­delt, son­dern viel­mehr die Zahl unbe­ab­sich­tig­ter Klicks erhö­hen möchte, indem die Anzei­gen noch stär­ker getarnt wer­den.
Erfah­run­gen dürfte man ja mit ähnli­chen Ände­run­gen bei den AdWords-Anzeigen im Such­be­reich haben.
Inter­es­san­ter­weise hat sich bei mir auch der durch­schnitt­li­che Klick­preis erhöht. Mög­li­cher­weise weil sich tat­säch­lich auch die Qua­li­tät der Klicks erhöht hat, weil der User genauer hin­se­hen muß, und so nicht unbe­dingt auf Anzei­gen von Betrei­bern klickt, die den Duden von A-Z ein­bu­chen…
Als Argu­ment taugt mir das den­noch nicht, selbst wenn ich unterm Strich finan­zi­ell sogar davon pro­fi­tiere. Zumin­dest als Publis­her.
Natür­lich sind diese Erfah­rung nicht reprä­sen­ta­tiv, von daher wäre es schön, wenn sich einige an den Umfra­gen unten betei­li­gen wür­den, um zumin­dest einen bes­se­ren Ein­druck gewin­nen zu können.

Aber ich möchte noch einen klei­nen Aus­flug machen. Einen Aus­flug in die Zeit vor AdSense, ja sogar in die dunkle Zeit vor Google.
Es war ein­mal eine Zeit, da gab es tat­säch­lich schon Wer­bung im Inter­net. Ja, wirk­lich! Man konnte diese direkt oder über einen Ver­mark­ter buchen, und meist han­delte es sich dabei um soge­nannte Ban­ner oder um die heute ach so ver­teu­felte Textlink-Werbung. Nicht­mal den Page­Rank gab es damals. Unglaub­lich, nicht? Und man mag es kaum glau­ben, es gibt auch heute noch andere Ver­mark­ter als Google.

Seit jeher wer­den dort Ver­mark­tungs­mo­delle ver­ein­bart. Diese hän­gen fast immer ab von

  • Wer­be­for­mat (Standard-Banner, Pop-Up, Layer-Ad, usw.)
  • Ver­gü­tungs­mo­dell (Klick, TKP, Umsatz­be­tei­li­gung, usw.)

Neh­men wir zum bes­se­ren und ein­fa­che­ren Ver­gleich ein­fach einen klas­si­schen Standard-Banner (468 x 60 Pixel), und eine Ver­gü­tung auf Cost-per-Click-Basis:

Beim her­kömm­li­chen Ver­mark­ter ver­miete ich eine bestimmte Flä­che mei­ner Web­site, näm­lich exakt 28.080 Pixel. Für jeden Klick auf eines die­ser Pixel bekomme ich einen vor­her ver­ein­bar­ten Betrag. Auch die Lauf­zeit ist geklärt, und ich habe mehr oder weni­ger Ein­fluss auf die Anzei­gen die erschei­nen. Somit sind die Ver­hält­nisse klar, und der Umsatz bleibt kalkulierbar.

Bei Google AdSense ver­miete ich auch eine bestimmte Flä­che mei­ner Web­site. Der Klick­preis ist nicht fest, und ich habe deut­lich weni­ger Kon­trolle über die Anzei­gen, die erschei­nen. Die Lauf­zeit ist zwar i. d. R. unbe­grenzt, aber ich erfahre nicht ein­mal nach wel­chem Ver­gü­tungs­mo­dell ich bezahlt werde (z. B. Google Pla­ce­ment Tar­ge­ting). Dafür erlaubt die Google-Technik eine meist the­men­re­le­van­tere, und somit inter­es­san­tere Aus­wahl der aus­ge­lie­fer­ten Anzei­gen, was wie­derum die Klick­rate erhö­hen dürfte. Da aller­dings oft auch eine Art Rest­plätze aus­ge­lie­fert wird, muß das nicht immer einen bes­se­ren Umsatz ver­laut­ba­ren.
Der wesent­li­che Unter­schied aller­dings ist jedoch:
Wäh­rend ich zuvor für die volle Wer­be­flä­che bezahlt wurde, besteht jetzt die Mög­lich­keit zwar voll­flä­chig eine Wer­be­bot­schaft ein­zu­blen­den, aber nur für einen Bruch­teil die­ser Bot­schaft bezah­len zu müs­sen. Als Publis­her ver­liere ich aber den­noch die volle Fläche.

In bei­den Fäl­len ist es im Inter­esse des Anbie­ters die Klick­rate zu erhö­hen. Der klas­si­sche Ver­mark­ter tut dies i. d. R. durch die Erhö­hung der Qua­li­tät der Wer­be­mit­tel, Google scheint eher auf Irre­füh­rung zu setzn.

Man stelle sich mal vor, eine Zei­tungs­an­zeige zu buchen, aber nur für das Logo, den Claim und die abge­druckte Web­adresse bezah­len zu wol­len. Der Rest dient ja schließ­lich nur zur Erre­gung der Auf­merk­sam­keit und der Ver­mitt­lung der Wer­be­bot­schaft, die poten­ti­el­len Kun­den kom­men aber nur über besagte Ele­mente.
Ver­gleich­bar auch mit einem Web-Banner mit Klick­auf­for­de­rung, das zwar die kom­plette Wer­be­flä­che belegt, aber nur für die Klick­auf­for­de­rung bezah­len will.

Ein Para­dies für Branding-Anzeigen.

Hier ist gar nichts fair oder qua­li­täts­ori­en­tiert. Den Publis­hern wird Wer­be­flä­che gestoh­len, und die AdWords-Kunden wer­den noch viel mehr damit leben müs­sen, daß User auf ihre Anzei­gen kli­cken, weil sie sie für “echte” redak­tio­nelle Links hal­ten, gleich­wohl die Qua­li­tät der Crea­ti­ves an Bedeu­tung gewin­nen wird.

Lei­der wird immer noch viel zu wenig hin­ter­fragt in die­sem unse­rem Medium.

Ich würde euch nun darum bit­ten, an nach­fol­gen­den Umfra­gen teil­zu­neh­men. Diese sind anonym, und sol­len ledig­lich einen klei­nen Ein­blick in das Aus­maß der Ver­än­de­run­gen geben.

Ein paar Fra­gen haupt­säch­lich an AdSense-Publisher:

Wie hat sich deine Klick­rate seit Ein­füh­rung ver­än­dert?
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Wie hat sich der durchschnittliche Klickpreis seit Einführung verändert?
View Results
Ich integriere AdSense meist
View Results

Und Eine haupt­säch­lich an AdWords-Kunden:

Wie hat sich die Qua­li­tät des Werbenetzwerk-Traffics seit Ein­füh­rung ver­än­dert?
<a href=”/kategorien/sem/?dem_action=view&dem_poll_id=5′ onclick=‘return dem_getVotes(“http://www.sumaphil.de/wp-content/plugins/democracy/democracy.php?dem_action=view&dem_poll_id=5″ , this)’ rel=‘nofollow’ class=‘dem-vote-link’>View Results

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08. November 2007

Google Site (Placement)-targeting auf CPC Basis

Ein paar Neu­ig­kei­ten aus Google Adwords

Google Site-targeting trägt zukünf­tig den Namen Google Placement-targeting. Eine wesent­lich wich­ti­gere Neu­rung ist jedoch, dass ihr von nun ab auf CPC Basis ein­kau­fen könnt; mit der Ein­schrän­kung dass diese Mög­lich­keit nur für aus­ge­wählte Sei­ten gilt.

Unge­ach­tet der Tat­sa­che, dass man die CPMs/TKPs im Placement-targeting bis­her sehr güns­tig ein­kau­fen konnte (wo selbst Rest­platz­ver­mark­ter das Nach­se­hen hat­ten), kon­ver­tierte der Traf­fic trotz Opti­mie­rung recht beschei­den. Für Sales/Lead basierte Kam­pa­gnen also nur sehr bedingt geeig­net. Den (tat­säch­li­chen) Traf­fic auf CPC Basis zu bezah­len, wird des­halb für viele Kam­pa­gnen Sinn erge­ben; sofern nicht nur “schlechte” Sei­ten für die­ses Fea­ture zur Ver­fü­gung ste­hen werden.

Steht uns für die nächs­ten zwei Wochen eine Affiliate-Flut im Google Pla­ce­ment Net­work bevor? ;)

Nach­zu­le­sen im Google Adwords Blog

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19. Oktober 2007

AdWords-Downtime verlegt auf diesen Samstag

Die ange­kün­digte Down­time von AdWords wurde jetzt wohl doch auf diese Woche Sams­tag (20. Okto­ber 2007) ver­legt. Der Zeit­raum bleibt offen­bar der­selbe (zwi­schen 19.00 und 23.00 Uhr unse­rer Zeit).

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11. Oktober 2007

AdWords-Downtime am Samstag

Wie der AdWords API Blog berich­tet, muß am Sams­tag (13. Okto­ber 2007) bei AdWords wohl mit län­ge­ren Aus­fall­zei­ten gerech­net wer­den. Sowohl Zugriffe auf die AdWords-Konten, als auch auf die API sol­len dann nicht mög­lich sein. Wenn ich rich­tig gerech­net habe, müßte das zwi­schen 19.00 und 23.00 Uhr unse­rer Zeit sein.
Die Aus­lie­fe­rung der Anzei­gen soll davon nicht betrof­fen sein.

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20. September 2007

Google beendet 2009 das Best-Practice-Funding-Programm

So, nun ist es amt­lich! Wie die FAZ berich­tet, wird Google im Jahr 2009 das Best-Practice-Funding-Programm voll­stän­dig ein­stel­len. Agen­tu­ren erhal­ten aktu­ell, durch die Erfül­lung diver­ser Vor­raus­set­zun­gen (Umsatz, Qua­li­fi­ka­ti­ons­tests etc.), eine Rück­ver­gü­tung zwi­schen 2,5–6%.

Phil­ipp Schind­ler, Mitte/Nord Europa Chef bei Google, begrün­det diese Ent­schei­dung durch die nicht mehr zu leis­tende Auf­klä­rungs­ar­beit beim Poten­tial des Such­ma­schi­nen­mark­tes. Des­wei­te­ren würde es zu einer Wett­be­werbs­ver­zer­rung zwi­schen Direkt­kun­den und den der­zeit durch das BPF-Programm bevor­zug­ten Agen­tu­ren kommen.

Man könnte das ganze auch wie folgt übersetzen:

Wie stei­gere ich den Pro­fit eines bereits wachs­tumss­ta­gnie­ren­den Sys­tems, berei­nige den Agen­tur­markt und ver­kaufe das ganze als gute Manage­ment­leis­tung?
Ganz ein­fach! Die Agen­tur­pro­vi­sion wird in einem ers­ten Schritt zu einem schein­bar
qua­li­täts­ori­en­tier­ten Pro­gramm umge­wan­delt. Im zwei­ten Schritt, pusht man die ohne­hin schon umsatz­star­ken Online Agen­tu­ren durch einen Growth­kick. Im drit­ten Schritt posi­tio­niert man sich als Fair­player und kor­ri­giert die Regeln, damit auch nie­mand benach­tei­ligt wird.

Ach, ist es nicht schön ein Qua­si­mo­no­po­list zu sein?

Ich kann mir jetzt schon vor­stel­len, wie groß das Geschrei sein wird. Die Frage die man sich selbst beant­wor­ten sollte: Würde man es in die­ser Posi­tion anders machen? …Hand auf Herz!

In ers­ter Linie wird es pri­mär für jene Agen­tu­ren schwie­rig wer­den, die ent­we­der mit wenig Trans­pa­renz gegen­über dem Kun­den arbei­te­ten oder die beson­ders aggres­siv auf dem Markt akqui­rier­ten und aus­schließ­lich vom BPF-Bonus leben (Ven­ture Capi­tal lässt grüßen).

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14. September 2007

Google Site Targeting — kiss your Ad goodbye

mir fällt gerade mal wie­der auf, dass bei einer Website-bezogenen Kam­pa­gne eine Ände­rung an einem Anzei­ge­text vor­erst kei­ner­lei Aus­wir­kun­gen auf die tat­säch­lich aus­ge­lie­ferte Anzeige hat. Im Gegen­teil, Sie läuft mun­ter wei­ter! Beson­ders ärger­lich wird es, wenn sich ein Recht­schreib­feh­ler ein­ge­schli­chen hat; was zum Glück nicht der Fall war. Selbst nach vier Stun­den war noch kein Wech­sel in Sicht. Ich habe mir schon bild­lich vor­ge­stellt, wie ein Google Mit­ar­bei­ter meine neue Text­an­zeige aus­druckt, in einem Bri­ef­kur­vert steckt und sorg­fäll­tig den Kle­berand ableckt um ihn anschlie­ßend an alle Web­mas­ter zu versenden.

Ein kurz­zei­ti­ges Pau­sie­ren hat eben­falls nichts gebracht; die alte löschen und neu anle­gen — nichts! Ob die­ses Phä­no­men auch bei einem Wech­sel von Image-Anzeigen oder Click-to-Play-Anzeigen auf­tritt, kann ich bis­her nicht bestä­ti­gen. Am nächs­ten Mor­gen hatte es dann auch Google geschafft, finally…die neue Anzeige war live.

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