Von Mobbing-Opfern, Mobbing-Tätern und Mobbing-Zaungästen

von kralle am 8. April 2008

Das ist die Geschichte von Daniel L.*, Manuel T.* Mirko S* und mir.

Die ganze Geschichte beginnt damit, daß sich der mir bis dato gänz­lich unbe­kannte Daniel L. über Instant-Messenger bei mir auf die­sen Bei­trag hin gemel­det hat. Ich schätze Feed­back auf Arti­kel sehr, hörte mir seine Mei­nung an, und kurz dar­auf rief er mich im Büro an. Er erzählte mir in etwas wir­ren Sät­zen von sei­ner Web­site über ver­meint­li­che Mobbing-Praktiken in einem gro­ßen deut­schen Kon­zern. Auch er selbst wäre ein sol­ches Opfer und mitt­ler­weile arbeits­un­fä­hig. Natür­lich wollte er mir auch nahe­le­gen über ihn zu berich­ten, bzw. auf die Pro­ble­ma­tik auf­merk­sam zu machen.
“Armer Kerl” dachte ich mir so, aber über Sach­ver­halte zu berich­ten, die ich nur ein­sei­tig und wei­ter kaum kenne, dazu noch bei einem sol­che heik­len Thema, möchte ich nicht. All­ge­mein ist dies ein Suchmaschinen-Blog, da hat Mob­bing eigent­lich nichts ver­lo­ren, es würde ja schließ­lich auch die Leser nicht wirk­lich interessieren.

In der wei­te­ren Zeit kamen von Daniel L. wei­tere Anrufe, Instant-Messages, PMs bei Yigg, Xing usw., bis ich irgend­wann genervt von ihm und sei­ner angeb­li­chen Geschichte war. Denn inzwi­schen hatte mir auch Google, sowie die Lek­türe sei­ner Seite gezeigt, daß Daniel L. offen­bar nicht unbe­dingt das Unschulds­lamm und Opfer, als das er sich prä­sen­tiert, sein könnte. Einige sei­ner “Aktio­nen” sind auch akten­kun­dig, wie bei­spiels­weise die mehr­fa­che Belei­di­gung eines dama­li­gen Kol­le­gen wegen des­sen Krank­heit (ist nicht eigent­lich das Mob­bing par excel­lence?), die nächt­li­che Beläs­ti­gung von Vor­ge­setz­ten am Tele­fon (Mob­bing?) oder ande­res unkol­le­gia­les Ver­hal­ten (alles aus Quel­len sei­ner eige­nen Home­page). Ehr­lich gesagt kann ich da nach­voll­zie­hen, daß das auch der kulan­teste Arbeit­ge­ber nicht ewig mit­macht, zumal ein­ver­nehm­li­che Eini­gun­gen von ihm offen­bar aus­ge­schla­gen wur­den. Hinzu kom­men sehr zwei­fel­hafte Aktio­nen in sei­nem “Kampf” gegen seine ehe­ma­li­gen “Mob­ber”. Auch andere Anit-Mobbing-Aktivisten betrach­ten seine Per­son zuwei­len sehr kri­tisch.
Doch nicht nur ich wurde offen­sicht­lich mit Nach­rich­ten von Daniel L. bom­bar­diert, schein­bar hatte er es auf halb SEO-Deutschland abge­se­hen.
So kam es, daß einige Andere und ich auf die Idee kamen, Daniel L. doch mal in den nicht-öffentlichen SEO-Chat ein­zu­la­den, und ihn ein wenig auf den Arm zu neh­men.
Gesagt, getan, ich hab ihm die Ein­la­dung geschickt, und es rum­pelte ein wenig. Wer der­art aus­tei­len will, muss auch ruhig mal ein­ste­cken kön­nen, v. A. wenn man es nicht ver­ste­hen will, daß man nicht stän­dig mit sei­nen Geschich­ten beläs­tigt wer­den möchte.

Auch Manuel T. hatte sich daran betei­ligt, und mit den Läs­te­reien ein wenig wei­ter aus­ge­holt, und damit bei­spiels­weise auch Mirko S. etwas miß­kre­dit­lich dar­ge­stellt. Nun gut, in einem pri­va­ten Chat pas­siert das eben auch mal. Des­halb ist er auch pri­vat und nicht öffentlich.

Etwas anders gestal­tete sich der Sach­ver­halt, als Daniel L. kurz dar­auf das pri­vate (!) Chat-Protokoll mit z. T. Real­na­mes (!) ohne Akkre­di­tie­rung (!) unter einem sei­ner Pseud­onyme ver­öf­fent­lichte.
Er zeigte sich aber schein­bar ein­sich­tigt, daß er damit zahl­rei­che Rechte ver­letzte, und nahm den Bei­trag nach ent­spre­chen­den Hin­wei­sen wie­der offline.

Soweit, so gut. Es ver­stri­chen einige Wochen, und ich hatte das Thema eigent­lich abgehakt.

In den jüngs­ten Tagen gab es um Manuel T. und ein­zel­ner sei­ner Web­pro­jekte diverse Kon­flikte, die mich per­sön­lich eigent­lich gar nicht inter­es­sie­ren, und an denen ich mich auch nicht betei­li­gen möchte.
Diese Geze­tere rief aber offen­sicht­lich Daniel L. wie­der auf den Plan, und so begab es sich, daß die­ser das ver­lo­ren geglaubte Chat-Protokoll wie­der ver­öf­fent­lichte. Viel­leicht in der Hoff­nung mal wie­der die Auf­merk­sam­keit auf sich zu zie­hen.
Doch nicht nur das, er ging sogar soweit, die Xing-Kontakte eini­ger Betei­lig­ter anzu­schrei­ben.
Das Ganze gip­felte sich für mich per­sön­lich darin, daß zwei Kon­takte, dar­un­ter auch Mirko S., des­sen Arbeit ich bis­lang schätzte, und an den Läs­te­reien über ihn ich micht nicht betei­ligte, den Kon­takt auf­kün­dig­ten. Das geht dann schon sehr nahe in Rich­tung Ruf­mord und Geschäftsschädigung.

Da ich weiß, daß Daniel L. hier auch öfter vor­bei­schaut, und ich mit die­ser auf­merk­sam­keits­süch­ti­gen Per­son nicht mehr per­sön­lich in Kon­takt tre­ten möchte, hin­ter­lasse ich ihm an die­ser Stelle noch ein paar Empfehlungen:

  • Die umge­hende und dau­er­hafte Ent­fer­nung die­ser Inhalte. Ver­öf­fent­li­chun­gen mit Real­na­mes zur per­sön­li­chen Dif­fa­mie­rung kann auch ich. Viel­leicht sogar noch bes­ser und effektiver.
  • Die Suche nach einem sehr guten Rechts­bei­stand. Es ist für mich das abso­lut letzte Mit­tel, aber soll­ten meine Rechte wei­ter­hin in einem der­ar­ti­gen Aus­maß ver­letzt wer­den, werde ich auch nicht bis in alle Ewig­keit zögern.
  • Die Über­prü­fung der eige­nen Metho­den zur Durch­set­zung der eige­nen Inter­es­sen. Neues Unrecht macht gesche­he­nes Unrecht nicht ungeschehen.

Ein Bitte an meine Leser und Kom­men­ta­to­ren:
Ich denke die Meis­ten von euch wis­sen um wel­che Per­so­nen es sich han­delt. Ich möchte euch aber darum bit­ten, diese nicht in Kom­men­ta­ren oder ande­ren Bei­trä­gen zu nen­nen, ich stelle mich nicht auf dies­selbe Stufe wie sie.

*Namen von mir geändert.

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Malte Landwehr April 9, 2008 um 10:03

Mich hat er auch mal zugetextet. Und wenn man sich mal sein Anti-Mobbing Forum anschaut, dann scheinen er (und einige der Leute die er dort um sich versammelt hat) wirklich gestört zu sein.

Nicht zu vergessen der Nachrichten Spam auf Yigg oO

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Manuel April 9, 2008 um 15:34

Nur zur sicherheit, damit ich hinter dem Daniel auch den richtigen vermute: Du meinst den, der da bei Yigg seine Storys mailt und irgendwelche Probleme mit Volkswagen hatte?

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kralle April 9, 2008 um 15:42

@Manuel:
Sagen wir mal so – besagter Daniel L. ist bei Yigg bereits desöfteren unangenehm aufgefallen, weil er seine Storys an alle möglichen User schickt. Sein “Problem” hat jedenfalls mit einem großen deutschen Konzern zu tun ;)

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Malte Landwehr April 9, 2008 um 17:26

Wie mag es nur zu einer solchen Strörung kommen? Der sollte sich mal helfen lassen.

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Medusa April 10, 2008 um 12:32

kenne ich auch. Habe da auch mal mitgemacht. Leider hat er sich in einen persönlichen Krieg mit einem anderen Mobbing Opfer mit eigener Antimobbing Web Site verbissen. Ich verstehe das dies Nerven kann. Deshalb möchte ich mich persönlich dafür entschuldigen. Diese Art Aufmerksamkeit zu erheischen, ist nicht mein bzw. unser Stil. Es schadet dem allgemeinen Erscheinungsbild eines Opfers von psychischer Gewalt am Arbeitsplatz (Mobbingopfer), welches es ja nun mal immer mehr in unserer Gesllschaft gibt. Dennoch bleibt das Problem. Deshalb bitte ich um Aufmerksamkeit und Hilfe.
WIR sind zu finden unter: http://www.jetzt-helfen-wir-uns-selbst.com/wir/
Niemand soll sich verpflichtet fühlen dort vorbeizuschauen, dennoch könnte es auch für ihn interessant sein, da es inzwischen nicht nur um Mobbing geht. Ich hoffe mit diesem Kommmentar ein paaar Missverständnisse ausgeräumt zu haben.
Mit freundlichen Grüßen Medusa

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kralle April 10, 2008 um 13:13

Nur damit ich nicht falsch verstanden werde:
Ich finde Mobbing ist ein sehr ernstzunehmendes Thema und ich möchte keinesfalls mit dem Beitrag echte Opfer von Mobbing herabwürdigen.
Nur diese eine Person hat schon längst am Ziel vorbei geschossen und verletzt nun systematisch und massiv die Rechte von Unbeteiligten, u. A. auch von mir selbst, in einer aufmerksamkeitssüchtigen und gefährlichen Art und Weise.
Er tut genau das, wofür er andere kritisiert!

@Medusa:
Du brauchst dich nicht für etwas entschuldigen, das du nicht zu verantworten hast! Ich denke meine Leser sind intelligent genug um unterscheiden zu können zwischen echten Mobbing-Opfern und zwischen dieser einen Person eben :)

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e-fee August 2, 2008 um 16:26

Na dann … schön, das mal so zu erfahren! Mich wollte der Mann, der nicht Daniel, aber L. heißt, bei Sixgroups damals auch mal direkt als Kontakt adden, aber ich hatte schon da ein ungutes Bauchgefühl, das mich offenbar nicht getrogen hat. Immerhin hat er danach auch keinen weiteren Kontakt mehr gesucht.
Opfer hin oder her, aber ich finde es immer übel, wenn man sich so vor aller Öffentlichkeit so vollkommen übertrieben als DAS Opfer schlechthin darstellt. Das ist dann so die typische Klientel, die inkl. entsprechender Verhaltensweisen in irgendwelchen Nachmittags-Talkshows hockt (da gibt es auch immer mindestens 2 Sichtweisen einunddesselben Sachverhalts), und wo man sich anschließend selbst gratulieren kann, wie wenige oder unbedeutende Probleme man doch selbst hat.

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