20. September 2007

Google beendet 2009 das Best-Practice-Funding-Programm

So, nun ist es amt­lich! Wie die FAZ berich­tet, wird Google im Jahr 2009 das Best-Practice-Funding-Programm voll­stän­dig ein­stel­len. Agen­tu­ren erhal­ten aktu­ell, durch die Erfül­lung diver­ser Vor­raus­set­zun­gen (Umsatz, Qua­li­fi­ka­ti­ons­tests etc.), eine Rück­ver­gü­tung zwi­schen 2,5–6%.

Phil­ipp Schind­ler, Mitte/Nord Europa Chef bei Google, begrün­det diese Ent­schei­dung durch die nicht mehr zu leis­tende Auf­klä­rungs­ar­beit beim Poten­tial des Such­ma­schi­nen­mark­tes. Des­wei­te­ren würde es zu einer Wett­be­werbs­ver­zer­rung zwi­schen Direkt­kun­den und den der­zeit durch das BPF-Programm bevor­zug­ten Agen­tu­ren kommen.

Man könnte das ganze auch wie folgt übersetzen:

Wie stei­gere ich den Pro­fit eines bereits wachs­tumss­ta­gnie­ren­den Sys­tems, berei­nige den Agen­tur­markt und ver­kaufe das ganze als gute Manage­ment­leis­tung?
Ganz ein­fach! Die Agen­tur­pro­vi­sion wird in einem ers­ten Schritt zu einem schein­bar
qua­li­täts­ori­en­tier­ten Pro­gramm umge­wan­delt. Im zwei­ten Schritt, pusht man die ohne­hin schon umsatz­star­ken Online Agen­tu­ren durch einen Growth­kick. Im drit­ten Schritt posi­tio­niert man sich als Fair­player und kor­ri­giert die Regeln, damit auch nie­mand benach­tei­ligt wird.

Ach, ist es nicht schön ein Qua­si­mo­no­po­list zu sein?

Ich kann mir jetzt schon vor­stel­len, wie groß das Geschrei sein wird. Die Frage die man sich selbst beant­wor­ten sollte: Würde man es in die­ser Posi­tion anders machen? …Hand auf Herz!

In ers­ter Linie wird es pri­mär für jene Agen­tu­ren schwie­rig wer­den, die ent­we­der mit wenig Trans­pa­renz gegen­über dem Kun­den arbei­te­ten oder die beson­ders aggres­siv auf dem Markt akqui­rier­ten und aus­schließ­lich vom BPF-Bonus leben (Ven­ture Capi­tal lässt grüßen).

Popu­la­rity: 7%

5 Kommentare

1. 24/7 - Der Wochenrückblick (KW 38/07) » Allgemein » sumaphil.de schrieb am 24. September 2007 um 00:30

[…] die ange­kün­digte Ein­stel­lung des Best-Practice-Funding-Programms (BPF) sei­tens Google bis 2009 sorgte für erheb­li­ches Auf­se­hen in der SEM-Branche und wird mit […]

2. Media-Blog » Archives » Google macht Schluss mit Agenturvergütungen - und wovon leben die Agenturen? schrieb am 24. September 2007 um 22:13

[…] “Ach, ist es nicht schön ein Qua­si­mo­no­po­list zu sein?“ […]

3. Ein Hai im Goldfischglas - OMD 2007 » Allgemein » sumaphil.de schrieb am 25. September 2007 um 23:09

[…] ja, da war doch noch Phil­ipp Schind­ler. Der NATO– Nordeuropa-Chef von Google, der jüngst die “Chan­cen­gleich­heit” im Agentur-Bereich geschaf­fen hat. Des­sen Vor­trag war sicher ganz nett. Nach­dem er erst­mal mit ein paar (unbelegten) […]

4. René schrieb am 06. Februar 2008 um 22:05

“Würde man es in die­ser Posi­tion anders machen? …Hand auf Herz!”

Ja, ich würde das Staf­feln.
Agen­tu­ren die mehr Geld in Adwords ein­brin­gen bekom­men mehr Rück­ver­gü­tung als Agen­tu­ren, die weni­ger einbringen.

Kann natür­lich auch sein, dass das gemäss den Erkennt­nis­sen von G kei­nen Sinn mehr macht, da ohne­hin nicht mehr Geld in Adwords flies­sen würde.

5. kralle schrieb am 07. Februar 2008 um 22:43

Gestaf­felt ist es ja jetzt schon, 2009 wird BPF aber kom­plett eingestellt!

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