Google beendet 2009 das Best-Practice-Funding-Programm
So, nun ist es amtlich! Wie die FAZ berichtet, wird Google im Jahr 2009 das Best-Practice-Funding-Programm vollständig einstellen. Agenturen erhalten aktuell, durch die Erfüllung diverser Vorraussetzungen (Umsatz, Qualifikationstests etc.), eine Rückvergütung zwischen 2,5–6%.
Philipp Schindler, Mitte/Nord Europa Chef bei Google, begründet diese Entscheidung durch die nicht mehr zu leistende Aufklärungsarbeit beim Potential des Suchmaschinenmarktes. Desweiteren würde es zu einer Wettbewerbsverzerrung zwischen Direktkunden und den derzeit durch das BPF-Programm bevorzugten Agenturen kommen.
Man könnte das ganze auch wie folgt übersetzen:
Wie steigere ich den Profit eines bereits wachstumsstagnierenden Systems, bereinige den Agenturmarkt und verkaufe das ganze als gute Managementleistung?
Ganz einfach! Die Agenturprovision wird in einem ersten Schritt zu einem scheinbar
qualitätsorientierten Programm umgewandelt. Im zweiten Schritt, pusht man die ohnehin schon umsatzstarken Online Agenturen durch einen Growthkick. Im dritten Schritt positioniert man sich als Fairplayer und korrigiert die Regeln, damit auch niemand benachteiligt wird.
Ach, ist es nicht schön ein Quasimonopolist zu sein?
Ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie groß das Geschrei sein wird. Die Frage die man sich selbst beantworten sollte: Würde man es in dieser Position anders machen? …Hand auf Herz!
In erster Linie wird es primär für jene Agenturen schwierig werden, die entweder mit wenig Transparenz gegenüber dem Kunden arbeiteten oder die besonders aggressiv auf dem Markt akquirierten und ausschließlich vom BPF-Bonus leben (Venture Capital lässt grüßen).
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5 Kommentare
1.
24/7 - Der Wochenrückblick (KW 38/07) » Allgemein » sumaphil.de schrieb am 24. September 2007 um 00:30
[…] die angekündigte Einstellung des Best-Practice-Funding-Programms (BPF) seitens Google bis 2009 sorgte für erhebliches Aufsehen in der SEM-Branche und wird mit […]
2.
Media-Blog » Archives » Google macht Schluss mit Agenturvergütungen - und wovon leben die Agenturen? schrieb am 24. September 2007 um 22:13
[…] “Ach, ist es nicht schön ein Quasimonopolist zu sein?“ […]
3.
Ein Hai im Goldfischglas - OMD 2007 » Allgemein » sumaphil.de schrieb am 25. September 2007 um 23:09
[…] ja, da war doch noch Philipp Schindler. Der NATO– Nordeuropa-Chef von Google, der jüngst die “Chancengleichheit” im Agentur-Bereich geschaffen hat. Dessen Vortrag war sicher ganz nett. Nachdem er erstmal mit ein paar (unbelegten) […]
4.
René schrieb am 06. Februar 2008 um 22:05
“Würde man es in dieser Position anders machen? …Hand auf Herz!”
Ja, ich würde das Staffeln.
Agenturen die mehr Geld in Adwords einbringen bekommen mehr Rückvergütung als Agenturen, die weniger einbringen.
Kann natürlich auch sein, dass das gemäss den Erkenntnissen von G keinen Sinn mehr macht, da ohnehin nicht mehr Geld in Adwords fliessen würde.
5.
kralle schrieb am 07. Februar 2008 um 22:43
Gestaffelt ist es ja jetzt schon, 2009 wird BPF aber komplett eingestellt!